Kallnbach & Raap – Neue Ausstellung im Naturmuseum Tann 1.9.-1.11.19

Die aus Neustädtges bei Tann/Rhön gebürtige Künstlerin Siglinde Kallnbach hat diese Ausstellung ihrem Vater Willy Kallnbach gewidmet, der vor der Gemeindereform in den 1970er Jahren Bürgermeister von Habel war.

Die Ausstellung ist als Retrospektive angelegt und bietet einen Überblick über das Kunstschaffen in einem Zeitraum von 35 Jahren. Vor allem in den 1980er und 1990er Jahren ist die Werkentwicklung durch längere Studien- und Arbeitsaufenthalte in Neuseeland, Australien, Sri Lanka und Japan stark beeinflusst, weist aber zugleich immer wieder deutliche Rückbezüge zu jenem geografischen und sozio-kulturellen Kosmos ihrer Herkunft auf.

So führte Siglinde Kallnbach eine interaktive Trilogie in Kleinsassen/Hessen durch; mit dem Prozesskunstwerk „Feuertor“ (1984) und den Aktionen „Verbindungen“ (1985) sowie „Feuerwehr/Feuerehr“ (1986). Indem sie die Bewohner des Ortes bat, etwas aus ihrem persönlichen Besitz zu diesem Projekt beizusteuern oder auch die örtliche Feuerwehrtruppe in ihre Aktion einbezog, nahm sie manches vorweg, was man heute gerne als interaktive oder „partizipative Kunst“ etikettiert.

Malerei, Zeichnung, Fotoarbeiten, Videokunst und Projektkunst bilden neben den Performances Schwerpunkte in Kallnbachs künstlerischem Gesamtwerk. Eine Auswahl aus verschiedenen Werkphasen ist Teil dieser Ausstellung.

Siglinde Kallnbach - a performancelife
Vom 1. September bis 1. November 2019 im Naturmuseum Tann/Rhön
Vernissage: Sonntag, 1. September 2019, 16 Uhr

Als Gast zeigt Jürgen Raap kleinformatige Aquarelle, Acryl- und Ölbilder mit Rhönlandschaften. In anderen Bildern kombiniert er diese Landschaften mit surrealistisch-absurden Szenen, in die zum Teil auch Porträts der Künstlerin eingefügt sind, für die Raap Fotodokumente ihrer Performances als Vorlage nahm.