Barrierefreier Kräutergarten im Freilandmuseum Fladungen eröffnet

Gastbeitrag von Patricia Linsenmeier

Ein weiterer Baustein auf dem Weg zum barrierearmen Museum ist verwirklicht. Das Fränkische Freilandmuseum Fladungen hat seinen Kräutergarten neben der Hofstelle aus Bahra rundumerneuert.

Der Garten wurde für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zugänglich gemacht und um Angebote für Blinde und Sehbehinderte erweitert. Die inklusiv aufbereitete Büttnerei im hinteren Teil des Museumsgeländes erhält damit ein Pendant zu Beginn des Rundgangs.

Die einfache Orientierung und Zugänglichkeit für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Sehbehinderungen stand bei der Projektgestaltung im Fokus.

Dazu gehören breite geschotterte Wege, ein taktiles Bodenleitsystem sowie ein tastbarer Übersichtsplan.

Die Kräuter wurden in verschiedenen Hochbeeten angepflanzt. Rollstuhlfahrer*innen können diese unterfahren und die Pflanzenvielfalt dadurch unmittelbar erleben. Die taktilen Beschilderungen der Kräuter sind mit Piktogrammen versehen und aufgrund der großen Schriftgröße und hohem Kontrast gut lesbar.

„Aus unserem Kräutergarten ist ein Sinneserlebnis für alle geworden. Jeder unserer Gäste hat andere Bedürfnisse. Barrierefreie und inklusive Angebote entsprechen der Heterogenität unseres Publikums und erhöhen gleichzeitig die Servicequalität für alle“, erläutert Museumsleiterin Ariane Weidlich.

„Inklusion bedeutet schließlich, dass nicht nur Menschen mit Einschränkungen davon profitieren. Wir sind gespannt, wie der neue Baustein von unseren Besucherinnen und Besuchern angenommen wird“, so Weidlich weiter. „Für seine Beratung und Unterstützung danken wir Herrn Hellmuth Platz vom Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte in Veitshöchheim.“

Die offizielle Eröffnungsfeier des neuen Projekts musste wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Unabhängig davon ist der Garten ab sofort für alle Gäste geöffnet.