Aufmerksamer Bürger & Feuerwehr verhindern Waldbrand bei Geismar

Beitrag von Martin Veltum

Rund 30 Quadratmeter Waldboden und Gestrüpp brannten – 45 Einsatzkräfte im Einsatz

Ein aufmerksamer Bürger aus Geismar hat am Mittwochabend möglicherweise einen größeren Waldbrand verhindert. Gegen 19 Uhr bemerkte er während Mulcharbeiten auf der Stätte eine ungewöhnliche Rauchentwicklung rund 1,5 Kilometer entfernt in Richtung des Geiserämterkreuzes.

Da zunächst unklar war, worum es sich handelte, informierte er den Wehrführer der Feuerwehr Geismar, den ausgebildeten Gruppenführer Tobias Goldbach, der sich umgehend auf den Weg machte. Als Goldbach sich dem Bereich näherte, stellte er eine deutlich stärker werdende Rauchentwicklung fest und erkundete die genaue Brandstelle.

Nach deren Lokalisierung setzte Goldbach sofort den Notruf ab. Als Anfahrtspunkt für die Einsatzkräfte diente das bekannte Geiserämterkreuz.

Beim Eintreffen der Feuerwehren brannten etwa 20 bis 30 Quadratmeter Gestrüpp und Waldboden. Die Feuerwehren aus Geismar, Spahl, Ketten und Geisa konnten den Brand zügig unter Kontrolle bringen und vollständig ablöschen. Unterstützt wurden sie durch den Einsatzleitdienst des Wartburgkreises sowie eine Streife der Polizeiinspektion Bad Salzungen. Insgesamt waren 45 Einsatzkräfte vor Ort.

Die Einsatzstelle wurde abschließend an die Polizei übergeben. Zur Brandursache liegen bislang keine Erkenntnisse vor.

Waldbrandgefahr macht schnelles Handeln entscheidend

Angesichts der derzeit hohen Waldbrandgefahr in der Rhön und in weiten Teilen Deutschlands kommt der frühzeitigen Erkennung von Bränden besondere Bedeutung zu. Trockene Vegetation, hohe Temperaturen und Wind können dazu führen, dass sich ein zunächst kleines Bodenfeuer innerhalb kurzer Zeit erheblich ausbreitet. Auch international kämpfen Feuerwehren derzeit gegen zahlreiche große Waldbrände.

„Bei den aktuellen Temperaturen kann sich ein Feuer im Wald sehr schnell ausbreiten. Deshalb war es entscheidend, dass der Bürger die Rauchentwicklung bemerkt und sofort reagiert hat“, erklärt Tobias Goldbach.

Der Wehrführer spricht dem aufmerksamen Bürger sowie allen beteiligten Einsatzkräften seinen ausdrücklichen Dank aus: „Durch das schnelle Handeln und die frühzeitige Alarmierung konnte möglicherweise eine größere Katastrophe verhindert werden. Mein Dank gilt allen Einsatzkräften für ihren schnellen und professionellen Einsatz.“

Die Feuerwehr appelliert an die Bevölkerung, Rauchentwicklungen oder Feuer im Wald unverzüglich über den Notruf 112 zu melden und dabei den Standort möglichst genau anzugeben.