Mitteilung der Altenheimseelsorge Bistum Fulda
Das diakonisch‑ökumenische Musikprojekt „Elvis im Altenheim“ im Bistum Fulda ist offiziell vom Land Hessen anerkannt worden.
Im Rahmen des Hessischen Demografie‑Preises 2026, der unter dem Leitmotiv „Heimat mit Zukunft – Ideen für Hessen“ steht, würdigte die Landesregierung das gesellschaftliche Engagement von Diakon Dr. mult. Meins G. S. Coetsier und der Gruppe „Divine Concern & Friends“ aus dem Fuldaer Landkreis.
Die Teilnahmeurkunde wurde am 4. August 2026 in Wiesbaden ausgestellt und an die Stadtpfarrei übermittelt.
In einem persönlichen Schreiben dankte Ministerpräsident Boris Rhein dem aus den Niederlanden stammenden Fuldaer Diakon für seinen Einsatz.
Zwar zählt das Projekt angesichts zahlreicher starker Bewerbungen in diesem Jahr nicht zu den finalen Preisträgern der unabhängigen Jury, doch Rhein betonte den hohen Wert der Initiative.
Das Engagement zeige, mit wie viel Kreativität und Herzblut Menschen den ländlichen Raum lebendig und zukunftsfähig gestalteten. Zugleich ermutigte der Regierungschef, das Projekt weiterzuführen und auszubauen. Dr. Coetsier erklärte in seiner Reaktion: „Dieser musikalische und seelsorgerliche Einsatz gelingt nur gemeinsam.
Mein Dank gilt der Stadtpfarrei mit Stadtpfarrer Stefan Buß und seinem Team, Küster Helmut Krause, Team‑Elvis sowie Divine Concern. Dank an alle, die uns in der Severikirche und in den Alten- und Pflegeeinrichtungen unterstützen. Großes Lob – und wie man in Holland sagt: Dank je wel.“
Welthits als Brücke gegen Isolation
Das im Raum Fulda verankerte Seelsorge‑ und Ehrenamtsprojekt sowie die dazugehörige Andachtsreihe in der Severikirche bringen Musik in Senioren‑ und Pflegeeinrichtungen sowie in die Fuldaer Innenstadt. Zeitlose Songs und Gospels von Elvis Presley sowie eigene Kompositionen der Band Divine Concern dienen als biografische und spirituelle Brücke für ältere Menschen.
Nach Angaben der Initiatoren öffnet das gemeinsame Musizieren emotionale Zugänge, weckt Erinnerungen aus der Jugend und wirkt sozialer Isolation im Alter entgegen. Zuletzt sorgte die Initiative unter anderem beim Hessentag in Fulda für große Resonanz.
Sichtbares Zeichen der Wertschätzung
Die Anerkennung ist Teil der Strategie der Hessischen Landesregierung, ehrenamtliches und zivilgesellschaftliches Engagement als Fundament für die Zukunftsfähigkeit des Landes zu stärken.
„Sie gestalten die Zukunft unserer Heimat aktiv mit“, erklärte Rhein in Wiesbaden. Engagierte Bürgerinnen und Bürger seien unverzichtbar, um Hessen nachhaltig lebenswert zu halten.
Die Teilnahmeurkunde gilt als offizielles Zeichen des Respekts und der Anerkennung für den partnerschaftlichen Schulterschluss zwischen Politik und Bürgerschaft.
Der jährlich vergebene Hessische Demografie‑Preis zeichnet Projekte aus, die den demografischen Wandel im ländlichen Raum gestalten. Im Jubiläumsjahr „80 Jahre Hessen“ ist der Wettbewerb mit insgesamt 25.000 Euro dotiert. Die feierliche Auszeichnung der diesjährigen Preisträger durch die Staatskanzlei wird im September 2026 erwartet.




