Am heutigen Sonnabendnachmittag kam es bei Aschenhausen zu einem größeren Feuerwehreinsatz. Bei den derzeit heißen Temperaturen war ein landwirtschaftliches Fahrzeug, ein sogenannter Gülletrac, in Brand geraten. Gleichzeitig mussten die Einsatzkräfte einen weiteren Brand auf einem Feld bekämpfen.
Wie sich vor Ort herausstellte, gab es zwei Einsatzstellen. Der Fahrer des Gülletracs hatte zunächst offenbar nicht bemerkt, dass sein Fahrzeug bereits brannte, und war weiter in Richtung Aschenhausen gefahren. Erst dort bemerkte er das Feuer.
Die beiden Personen auf dem landwirtschaftlichen Fahrzeug konnten den Gülletrac noch rechtzeitig verlassen. Rund 500 Meter hinter dem Fahrzeug muss es zuvor bereits zu einem Brandereignis gekommen sein. Dort brannte eine Fläche auf dem Feld, wobei sich die Flammen bereits in einen Heckenrain ausgebreitet hatten.
Damit standen die Einsatzkräfte gleich an zwei Stellen vor der Aufgabe, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Besonders kritisch war die Situation an der brennenden Landmaschine. Von dort bewegte sich das Feuer in Richtung Aschenhausen und Bürgerhaus. Durch das rechtzeitige Eingreifen der Feuerwehr konnte der Brand jedoch abgefangen und eine weitere Ausbreitung verhindert werden.
Auch an der zweiten Einsatzstelle gelang es den Einsatzkräften, das Feuer zu halten und ein Übergreifen auf weitere Flächen einzudämmen.
Eine wichtige Unterstützung kam von der zuständigen Agrargenossenschaft aus Hümpfershausen, der das betroffene Feld gehört. Sie stellte für die Löscharbeiten ein 21.000-Liter-Wasserfass zur Verfügung. Zusätzlich kam ein Traktor mit Grubber zum Einsatz, um die weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Ohne diese schnelle Unterstützung hätte sich der Brand nach Einschätzung vor Ort deutlich weiter ausbreiten können.
Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Kaltennordheim, Kaltensundheim, Kaltenwestheim, Oberkatz, Aschenhausen, Helmershausen und Bettenhausen.
Auch der Sanitätszug des Katastrophenschutzes des Landkreises Schmalkalden-Meiningen sowie die Rettungswagen aus Dreißigacker und Wahns wurden zur Einsatzstelle gerufen.
Nach ersten Informationen wurden bei dem Einsatz insgesamt vier Personen verletzt. Die beiden Personen, die sich auf dem landwirtschaftlichen Fahrzeug befanden, wurden verletzt. Zudem erlitten zwei Kameraden der Feuerwehr während des Einsatzes Verletzungen.
Gerade bei den aktuell hohen Temperaturen stellte der Einsatz für die Feuerwehrleute eine enorme körperliche Belastung dar. Durch das schnelle Zusammenspiel der zahlreichen Einsatzkräfte und die Unterstützung der Landwirtschaft konnte jedoch an beiden Einsatzstellen Schlimmeres verhindert werden.
Insgesamt waren 57 Feuerwehrkameradinnen und Kameraden und neun Leute vom Katastrophenschutz im Einsatz.
Weitere Informationen zur genauen Brandursache, zur Schwere der Verletzungen und zur Höhe des entstandenen Schadens liegen derzeit noch nicht vor.



