Philippsthal startet mit kommunaler Wärmeplanung

Gastbeitrag von Nicole Steffens

Die Marktgemeinde Philippsthal (Werra) hat offiziell mit der Durchführung der kommunalen Wärmeplanung begonnen.

Dabei wird die Gemeinde von der EAM Energiewendepartner GmbH aus Kassel als regionalem Energiedienstleister begleitet. Ziel des Projektes ist es, die zukünftige Wärmeversorgung der Marktgemeinde nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten.

Die kommunale Wärmeplanung ist ein strategisches Instrument, das aufzeigt, wie Kommunen bis 2045 eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung erreichen können.

Sie dient als Orientierung für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen und Investoren, welche Wärmeversorgungsformen sich in den verschiedenen Gebieten eignen.

„So schaffen wir eine mögliche Grundlage, um die Wärmewende vor Ort aktiv zu gestalten. Dabei geht es nicht nur um Klimaschutz, sondern auch um Versorgungssicherheit und bezahlbare Energie für unsere Bürgerinnen und Bürger sowie die hier ansässigen Unternehmen“, betont Bürgermeister Timo Heusner.

Nach der erfolgten Auftragserteilung wird im ersten Schritt der aktuelle Ist-Zustand in der Gemeinde analysiert: Es wird ermittelt, wie aktuell geheizt wird und wo wie viel Wärme verbraucht wird.

Im nächsten Schritt werden die lokalen Potenziale für Wärmenetze, Umweltwärme, Abwärme oder andere erneuerbare Wärmequellen untersucht. Darauf aufbauend werden Zukunftsszenarien und ein strategischer Zielpfad entwickelt, bevor konkrete Maßnahmen erarbeitet werden.

Wichtiger Hinweis für alle Bürgerinnen und Bürger: Die Wärmeplanung selbst verpflichtet niemanden zu konkreten Maßnahmen. Sie dient vielmehr dazu, Transparenz und Planungssicherheit für die kommenden Jahre zu schaffen.

So erhalten Sie durch die Planung beispielsweise Informationen darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass in Ihrer Straße künftig ein Wärmenetz zur Verfügung steht.

Ein zentraler Bestandteil des Prozesses ist die Einbindung der Öffentlichkeit. Die kommunale Wärmeplanung wird von verschiedenen Beteiligungsformaten begleitet – darunter öffentliche Informationsveranstaltungen, bei denen Ziele, Maßnahmen und Ergebnisse vorgestellt werden, sowie ergänzende Hinweise über die Online-Kanäle der Gemeinde.

Hintergrund des Projekts ist eine gesetzliche Verpflichtung: Alle hessischen Städte und Gemeinden sind gesetzlich verpflichtet, eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen.

Grundlage hierfür sind das Wärmeplanungsgesetz des Bundes sowie die hessische Verordnung zur kommunalen Wärmeplanung vom 12. November 2025.

Über den weiteren Projektverlauf sowie über Beteiligungsmöglichkeiten wird die Gemeinde regelmäßig berichten.