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Lebensraum für seltene Pflanzen verbessern – Umfangreiche Pflegearbeiten in Hünfeld

In den Naturschutzgebieten Weinberg bei Hünfeld und Waldhof-Standorfsberg bei Grüsselbach stehen Ende September und Anfang Oktober umfangreiche Pflegearbeiten an.

Gastbeitrag von Victoria Weber

In den Naturschutzgebieten Weinberg bei Hünfeld und Waldhof-Standorfsberg bei Grüsselbach stehen Ende September und Anfang Oktober umfangreiche Pflegearbeiten an.

Ziel der Arbeiten ist es, bestehende Magerrasenbereiche miteinander zu verbinden und damit den Lebensraum für seltene und besonders schützenswerte Pflanzenarten zu verbessern.

Dazu werden auf ausgewählten Flächen Kiefern entnommen, teilt Hessen Forst mit. Durch die Auflichtung der Gehölzbestände können sich die wertvollen, licht- und wärmeliebenden Magerrasenbereiche ausbreiten und miteinander vernetzt werden.

Davon profitieren zahlreiche seltene Pflanzenarten, darunter verschiedene Orchideenarten wie das Manns-Knabenkraut, die Bocks-Riemenzunge und die Fliegen-Ragwurz. Auch Küchenschelle und Golddistel finden in den offenen, nährstoffarmen Bereichen geeignete Lebensbedingungen.

Am Weinberg kommt ein Holzvollernter zum Einsatz. Am Standorfsberg erfolgt die Entnahme der Kiefern dagegen motormanuell, um die Arbeiten an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Dabei kommt es zu etwaigen Absperrungen einzelner Wanderwege.

Das anfallende Stammholz und verwertbare Holzsortimente werden verkauft. Das bei den Arbeiten anfallende Kronenholz wird gehackt und als Energieholz regional verwendet, schreibt Hessen Forst, die sich um die Durchführung und Betreuung der Arbeiten in enger Abstimmung mit der Naturschutzbehörde und dem Biosphärenreservat Rhön kümmern.

Die Arbeiten sind Bestandteil der laufenden Pflege und Entwicklung des Naturschutzgebietes.

Mit der gezielten Entnahme von Kiefern sollen langfristig wertvolle Magerrasenflächen erhalten, miteinander verbunden und damit die Lebensbedingungen für seltene und charakteristische Arten verbessert werden.