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Auf den Spuren der Heiligen – Rhöner Pfarrgemeinde auf Pilgerfahrt in Rom

Gastbeitrag von Fabian Rübsam

Sieben Tage voller Glaube, Geschichte und beeindruckender Begegnungen: Vom 10. bis 16. Oktober 2026 begaben sich Gläubige der Pfarrgemeinde Papst Johannes Paul II., aus dem Geisaer Amt, gemeinsam mit Pastor Dr. J. Kämpf und Pfarrer U. Piesche auf Pilgerfahrt nach Rom.

Auf den Spuren der Heiligen erkundete die Reisegruppe bedeutende Kirchen, historische Bauwerke und Orte, die für den christlichen Glauben von besonderer Bedeutung sind.

Gleich nach der Ankunft bezog die Gruppe ihr Quartier in einem ehemaligen Kloster direkt neben der Basilika Santa Croce in Gerusalemme. Von dort aus startete ein abwechslungsreiches Besichtigungsprogramm.

Zu den ersten Stationen gehörte die Basilika St. Paul vor den Mauern, die über dem Grab des Apostels Paulus errichtet wurde. Auch die Lateranbasilika, die älteste Papstbasilika Roms, sowie zahlreiche weitere bedeutende Kirchen standen auf dem Programm.

So zum Beispiel die Basilika Santa Maria Maggiore, wo der Legende nach am Morgen eines 5. August Schnee fiel und seither an diesem Tag das Fest „Unserer lieben Frau vom Schnee – Sancta Maria ad Nives“ gefeiert wird.

Dieses Fest war maßgeblich Vorbild für das traditionelle Schneefest in Schleid. Dabei beeindruckten vor allem die prachtvollen Mosaike, wertvollen Reliquien und die jahrhundertealte Geschichte der sakralen Bauwerke.

Natürlich durfte auch ein Besuch des Petersdoms nicht fehlen. Als Zentrum der katholischen Kirche gehört er zu den Höhepunkten jeder Romreise.

Die Pilger besuchten die Papstgräber, unter anderem das Grab des Hl. Papst Johannes Paul II. und besichtigten das Vatikanische Museum mit der weltberühmten Sixtinischen Kapelle. Einen besonders eindrucksvollen Blick über die Ewige Stadt bot der Aufstieg zur Kuppel des Petersdoms.

Neben den religiösen Sehenswürdigkeiten entdeckte die Gruppe außerdem die geschichtlichen und kulturellen Höhepunkte Roms. Das Kolosseum, das Forum Romanum, das Kapitol, die Spanische Treppe, der Trevi-Brunnen, die Piazza Navona und das Pantheon vermittelten einen Eindruck von der bewegten Vergangenheit der italienischen Hauptstadt.

Des Weiteren luden die berühmten Gassen des Stadtviertels Trastevere dazu ein, das italienische Lebensgefühl und die kulinarischen Spezialitäten der Stadt zu genießen.

Ein besonderer Höhepunkt war der Ausflug zur Benediktinerabtei Montecassino, dem Stammkloster des Benediktinerordens, das im Jahr 529 vom heiligen Benedikt von Nursia gegründet wurde.

Nach der Besichtigung und einem Gottesdienst führte die Reise weiter nach Subiaco zum Kloster San Benedetto, auch „Sacro Speco“ genannt. Dort hatte sich Benedikt der Überlieferung nach für mehrere Jahre als Einsiedler in eine Höhle zurückgezogen.

Die beeindruckenden Fresken und die besondere Atmosphäre des Klosters machten diesen Tag zu einer willkommenen Abwechslung zu den zahlreichen Besichtigungen in Rom.

Während der gesamten Pilgerfahrt standen neben den kulturellen Eindrücken vor allem auch die Gemeinschaft im Mittelpunkt. Gottesdienste an bedeutenden christlichen Orten, gemeinsame Mahlzeiten und viele gesellige Momente stärkten das Miteinander der Reisegruppe.

Die Begegnung mit den Zeugnissen des Glaubens und der Geschichte machte die Pilgerfahrt für alle Beteiligten zu einer besonderen Erfahrung.

Am letzten Reisetag besuchten die Pilger noch die Scala Sancta, die sogenannte Heilige Stiege. Der Überlieferung nach soll Jesus Christus diese 28 Marmorstufen im Palast des Pontius Pilatus in Jerusalem betreten haben.

Anschließend trat die Gruppe die Heimreise an und kehrte wohlbehalten nach Frankfurt zurück, von wo aus es weiter in die Rhön ging.

Eine unvergessliche Pilgerfahrt ging damit zu Ende. Die Teilnehmer blicken auf sieben ereignisreiche Tage voller spiritueller Erlebnisse, geschichtlicher Entdeckungen und gemeinsamer Erfahrungen zurück.

Ein besonderer Dank gilt Pastor Dr. J. Kämpf, der die Gruppe sicher und kenntnisreich durch Rom führte, sowie Pfarrer U. Piesche, der mit seiner unterhaltsamen Art wesentlich zur guten Stimmung beitrug. Die Reise wird den Teilnehmern sicherlich noch lange in schöner Erinnerung bleiben.