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Bad Salzungen investiert 16 Millionen Euro in die Zukunft der Solewelt

Beitrag von Martin Veltum

Die Sonne lachte, die Schaufeln standen bereit – und mit ihnen ein Projekt, das Bad Salzungen in den kommenden Jahren nachhaltig prägen soll: Mit dem feierlichen Spatenstich fiel am Mittwoch bei herrlichem Herbstwetter der offizielle Startschuss für die Attraktivierung der SOLEWELT, Teil II.

Eine neue Badehalle, ein Therapiezentrum und eine nachhaltige Energieversorgung entstehen bis Ende 2028 – ein Meilenstein für die Kurstadt.

Geladen waren Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und alle am Projekt Beteiligten. Die Begrüßung übernahm Kreisstadt-Bürgermeister Klaus Bohl sichtlich erfreut – der Spatenstich markiert den Beginn der weiteren Baumaßnahmen.

„Die Solewelt gehört zur DNA unserer Stadt“

Bürgermeister Klaus Bohl betonte in seiner Rede die Bedeutung des Projekts für die Kurstadt: „Wir schaffen Angebote für die Menschen, die hier leben und uns besuchen. Die Solewelt ist weit mehr als ein Bad – sie gehört zur DNA unserer Stadt Bad Salzungen.“

Staatssekretär Malsch: „Ein sehr guter Tag für die Region“

Staatssekretär für Landwirtschaft und Ländlichen Raum, Marcus Malsch, bezeichnete den Tag als „sehr guten Tag für die Region“ und brachte seine Anerkennung für die Verantwortlichen und Beteiligten zum Ausdruck, die das Projekt Solebad und Kurstadt immer wieder vorangebracht haben.

Das Konzept 2030 lobte er ausdrücklich, da es die Stärken Sole und Tourismus – letzterer auch im Zuständigkeitsbereich seines Ministeriums – herausstellt. Alle Maßnahmen im Gesamtpaket schafften eine Wertschöpfungstiefe, von der die gesamte Region profitiere.

Vizelandrat Schilling lobt Engagement

Vizelandrat des Wartburgkreises, Udo Schilling, hob aus Sicht des Kreises das Engagement des Bürgermeisters, des Stadtrates sowie aller Projektbeteiligten hervor.

Alle Redner sprachen ihren Dank und ihre Anerkennung aus und wünschten einen weiteren unfallfreien und zeitgerechten Bauverlauf.

Feierlicher Spatenstich und Austausch

Moderiert wurde der Akt des Spatenstiches von Nancy Bojens, Vorstand des Kur- und Touristikunternehmens der Stadt Bad Salzungen.

Nach dem feierlichen Spatenstich lud ein Imbiss zum persönlichen Austausch ein. Auch das bekannte Maskottchen Salinchen, das „Soletröpfchen“, war zur großen Freude der Gäste dabei.

Das Projekt auf einen Blick

· Neue, barrierefreie Badehalle mit zusätzlichem Kursbecken als Attraktivierung für die Besucher der Solewelt
· Natürliche Solevorkommen mit einer Temperatur von 12 °C als Energiequelle
· Rund 64 % des Wärmebedarfs können voraussichtlich durch eine Sole-Wasser-Wärmepumpe gedeckt werden
· PV-Carports auf dem Besucherparkplatz erzeugen erneuerbaren Strom
· Weniger Energieverbrauch, Betriebskosten und CO₂-Emissionen

16 Millionen Euro für Kur- und Therapiezentrum

Das Heilbad SOLEWELT wird in den nächsten knapp zwei Jahren für rund 16 Millionen Euro erweitert. Wie Bürgermeister Bohl beim Spatenstich mitteilte, wurde das Projekt rund vier Jahre lang geplant.

Herzstück ist ein Anbau mit einem gut 120 Quadratmeter großen Therapiebecken. Außerdem entstehen ein neuer Behandlungsbereich für Therapien und Kuren, Kursräume sowie eine moderne Trainingsfläche.

Gebaut wird bei laufendem Betrieb bis Ende 2028. Mit dem neuen Kur- und Therapiezentrum reagiert die Kurstadt auf die steigende Nachfrage nach Kur- und Präventionsangeboten und will den Status als Kur- und Tourismusstandort stärken.

Neben dem Anbau wird auch die Bädertechnik energetisch verbessert. Die Technik für den Anbau läuft unabhängig von der jetzigen Anlage. Unter anderem soll das neue Becken zu knapp 60 Prozent über eine Sole-Wasser-Wärmepumpe beheizt werden.

Damit nutzt die Stadt das natürliche Solevorkommen, das mit rund zwölf Grad aus der Erde sprudelt. Der Parkplatz von Solewelt und Gradierwerk wird überdacht – auf dem Dach erzeugt eine Photovoltaik-Anlage Strom für das Kur- und Therapiezentrum.

Förderung und Eigenanteil

Das Projekt wird mit rund 8,7 Millionen Euro über die Thüringer Aufbaubank und 2,7 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln der EU gefördert.

Die Stadt trägt einen Eigenanteil von rund 4,5 Millionen Euro. Laut Bohl handelt es sich um die größte Investition in der Kurstadt in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts.

Ursprüngliche Planungen aus dem Jahr 2019 hatten noch größere Investitionen vorgesehen – darunter große Anbauten mit einem Hotel. Diese Variante wäre jedoch deutlich teurer geworden, ebenso wie ein kompletter Ersatzneubau.

Eine nachhaltige Zukunft für die SOLEWELT

Mit der Erweiterung und der energetischen Erneuerung verbindet die SOLEWELT Gesundheit, Komfort und Nachhaltigkeit. Mehr Angebote für Bewegung und Erholung treffen auf moderne Technik und einen stärkeren Einsatz erneuerbarer Energien.

So soll die SOLEWELT langfristig attraktiv, wirtschaftlich und zukunftsfähig bleiben – für Bad Salzungen, die Region und ihre Gäste.