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Betrugsmasche mit Autohäusern – Warnung der Polizei

Täter erschileln sich hochwertige Fahrzeuge mit gefälschten Lohnbescheinigungen und echten ausländischen Ausweisen. Betroffen sind mehrere Fälle im Bereich der Landespolizeiinspektion Suhl; Ermittlungen laufen.

Wappen der Landespolizeiinspektion Suhl (redaktionelles Foto)

Die Polizei warnt vor einer Betrugsmasche, bei der Täter sich mit gefälschten Einkommensnachweisen hochwertige Fahrzeuge erschleichen. Nach bisherigen Erkenntnissen sind im Zuständigkeitsbereich der Landespolizeiinspektion Suhl bereits mehrere Fälle bekannt geworden.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand nutzen die Täter offenbar echte ausländische Ausweisdokumente, um sich in Deutschland anzumelden, und legen anschließend gefälschte Lohnbescheinigungen mit einem ausreichend hohen Einkommen vor.

Als Arbeitgeber wird dabei teils eine tatsächlich existierende Firma genannt, bei der die Person jedoch nicht beschäftigt ist, in anderen Fällen wird ein nicht existierendes Unternehmen angegeben.

Mit diesen Unterlagen wenden sich die Täter an ein Autohaus und kaufen ein hochwertiges Fahrzeug. Die Finanzierung läuft über eine Bank: Diese kann die Finanzierung zunächst unter bestimmten Voraussetzungen bestätigen und später weitere Unterlagen anfordern. Das Autohaus gibt das Fahrzeug häufig bereits heraus, obwohl die Bank den Kaufpreis noch nicht ausgezahlt hat.

Die Täter sind danach nicht mehr erreichbar und reichen die noch fehlenden Unterlagen nicht nach. Bei Überprüfungen stellt sich heraus, dass die Angaben zum Arbeitgeber nicht stimmen. Für das Autohaus bedeutet das: Das Fahrzeug wurde übergeben, der Kaufpreis wird von der Bank jedoch nicht ausgezahlt.

Nach bisherigen Erkenntnissen besteht zudem der Verdacht, dass die so erlangten Fahrzeuge anschließend mit gefälschten Fahrzeugpapieren weiterverkauft werden.

Dadurch können auch unbeteiligte Käufer geschädigt werden: Sie zahlen zum Teil mehrere zehntausend Euro und entdecken bei einer späteren Zulassung, dass Papiere gefälscht sind oder das Fahrzeug aus einem Betrugsfall stammt. 000 Euro.

Die Polizei rät Autohäusern, Einkommensnachweise sorgfältig zu prüfen und den angegebenen Arbeitgeber direkt zu verifizieren. Fahrzeuge sollten möglichst erst dann herausgegeben werden, wenn die finanzierende Bank alle erforderlichen Unterlagen hat und den Kaufpreis an das Autohaus ausgezahlt hat.

Auch Privatpersonen sollten bei auffällig günstigen Angeboten, ungewöhnlichen Fahrzeugpapieren oder Druck zu schneller Zahlung besonders vorsichtig sein.

Die Ermittlungen zu den konkreten Fällen dauern an. Die Polizei bittet, verdächtige Vorgänge unverzüglich anzuzeigen.