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Charity-Gala mit Weltstar Peggy March begeistert das Publikum

Beitrag von Martin Veltum

Es war ein Nachmittag, der in Erinnerung bleiben wird: voller Musik, großer Gefühle und einem wichtigen gesellschaftlichen Signal.

Am vergangenen Sonntag hatten die Stadt Geisa sowie Moderator Andreas Heß aus Hilders zu einer Charity-Gala mit Weltstar Peggy March sowie den Sängerinnen Katharina Herz, Melanie Payer und Johanna Glotzbach in das Kulturhaus nach Geisa eingeladen.

Unterstützung gab es vom Inklusionsnetzwerk Geisaer Land. Mit den Einnahmen des Benefizkonzertes soll ein barrierefreies Spielgerätes für Kinder mit und ohne Behinderung angeschafft werden.

Moderator Andreas Heß begrüßte mit einem Lied über Gemeinschaft und Zusammenhalt sein Publikum und kündigte als erstes Highlight Johanna Glotzbach aus Bremen an. Die elfjährige Sängerin besucht die 6. Klasse und ist mit der Musik aufgewachsen.

Seit ihrem sechsten Lebensjahr erhält Johanna Gesangsunterricht und hatte bereits Auftritte beim „Roten Mikrofon“ von „Immer wieder Sonntags“ als Pippi Langstrumpf.

Mit „Ein bisschen Frieden“ sowie „Butterfly“ begeisterte sie das Publikum und animierte zum Mitsingen. Dazu spielte sie auch selbst die Gitarre. Für ihren Auftritt erhielt das regionale Nachwuchstalent dann viel Applaus.

Energiegeladen ging es dann mit der Kärtner Schlagersängerin Melanie Payer weiter. Mit ihrem neuen Hit „Liebe versteht“ und weiteren Stücken sorgte sie für Schwung und gute Laune.

Sie lud das Publikum zum Mitsingen ein, mischte sich unter die Zuhörer und steckte mit ihrer herzlichen und feurigen Art positiv an.

Die Österreicherin hat sich mit Songs wie „Papillon“ und „Ring Ring“ sowie zahlreichen TV-Auftritten, unter anderem bei „Wenn die Musi spielt“, „Schlager Spaß mit Andy Borg“ und „Studio 2“, einen Namen gemacht.

Im Anschluss kam die Thüringer Künstlerin Katharina Herz au die Bühne und überzeugte mit ihrer kraft- und klangvollen Stimme.

Mit Liedern wie „Liebe lebt“ und „Jugendliebe“ traf sie genau den Geschmack des Publikums und bot auch eigne Songs und ein Abba-Medley.

Ihr bewegendes „Halleluja“ mit einem selbstgeschriebenen Text über den Traum vom Frieden sorgte für Gänsehautstimmung. „Der Friede fängt im Kleinen an, bei jedem von uns“, ermutigte sie die Zuhörer.

Andreas Heß lud sie im Anschluss gemeinsam mit Melanie Payer, Bürgermeisterin Manuela Henkel und dem Behindertenbeauftragten des Landes Thüringen, Dennis Petschner auf die Bühne zum Gespräch ein.

Dort waren wie bei einer großen Samstagabend-Show gemütliche Sofas in Wohnzimmeratmosphäre platziert.

„Ich werde wahrscheinlich auch überziehen“, kündigte der Moderator an, der sich schon den Namen „Gottschalk der Rhön“ eingebracht hat. Selbst die Gummibärchen durften auf der Bühne nicht fehlen.

„Die Charity-Veranstaltung in Geisa ist für mich eine Herzensangelegenheit“, richtete Heß dann das Gespräch auf ernsthafte Themen. Inklusion ist für ihn ein wichtiges Thema, für das er sich in den letzten 25 Jahren immer wieder eingesetzt und insgesamt bis heute 1 Million EURO Spendengelder gesammelt hat.

Bürgermeisterin Manuela Henkel warb im Gespräch mit Heß ebenso dafür. „Wir erleben gerade viel gesellschaftliche Spaltung“, so Henkel. Inklusion zu leben sei für sie zu allererst die Barrieren in den Köpfen einzureißen.

„Egal ob mit oder ohne Behinderung, ob schwarz oder weiß, egal welche politische Einstellung wir haben: zuallererst sind wir alle Menschen“, betonte Henkel und zitierte „Schaut nicht auf das, was uns trennt, sondern auf das, was uns verbindet.“

Ihr innigster Wunsch: „Lasst uns einfach Mensch sein!“ Auch Dennis Petschner wies im Gespräch mit Andreas Heß darauf hin, dass gesellschaftlich beim Thema Inklusion noch einiges aufzuholen sei.

„Wir brauchen Inklusion in der Fläche. Was das Geisaer Land gemeinsam mit dem Inklusionsnetzwerk hier organisiert, ist einzigartig.“ Er richtete Grüße der Landesregierung aus.

Ministerpräsident Mario Voigt hatte nämlich extra für die Charity-Gala kleine Grußkarten mit einem Anstecker „Thüringen, das grüne Herz Deutschlands“ den Veranstaltern zukommen lassen. Die Gäste konnten sich diese als Erinnerung an den Abend mit nach Hause nehmen.

Moderator Andreas Heß begrüßte an dem Abend noch weitere Ehrengäste, unter anderem Nicole Briechle, Beauftragte für Menschen mit Behinderungen des Wartburgkreises sowie Udo Bauch, ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter der Gemeinde Eichenzell.

Heß dankte auch Matheo Catering aus Schweina für die Versorgung, dem Möbelhaus Vey aus Vacha für die zur Verfügungsstellung der Möbel, dem Tourismusbüro sowie dem Bauhof der Stadt Geisa und dem DRK-Ortsverband Geisa für die medizinische Absicherung an dem Abend.

Zum Schluss des ersten Teils begrüßte das Publikum dann mit einem riesengroßen Applaus Weltstar Peggy March auf der Bühne in Geisa. Die 78jährige zauberte sich vom ersten Moment mit viel Schlagfertigkeit und tollem Charisma in die Herzen der Zuschauer.

Auf dem „Talksofa“ gab sie so manche persönliche Geschichte zum Besten. „Mein Erfolgsgeheimnis war immer, dass ich auf mein Bauchgefühl gehört und meinen eigenen Weg gegangen bin!“

Ihren internationalen Durchbruch hatte sie als 15-jährige mit dem US-Nummer-1-Hit „I will follow him“, den sie dann auch in Geisa mit kraftvoller Stimme darbot. Mit diesem Hit ist sie bis heute die jüngste Sängerin mit einem Nummer-eins-Hit in den USA.

Im zweiten Teil des Abends präsentierte Peggy March dann ihre Erfolgshits wie „Carnaby-Street“, „Memories of Heidelberg“ oder „Einmal verliebt, immer verliebt“, bei denen das Publikum kräftig mitsang.

Dabei gab es auch immer wieder spannende Geschichten aus ihrem Leben zu hören. Unter anderem erzählte sie von ihrem Tipp als einstiges Jury-Mitglied zum Durchbruch einer damals noch unbekannten englischen Band.

Dass von den „Beatles“ die Rede war, erfuhren die Zuhörer einige Minuten später und konnten sich auch über den von Peggy March sehr emotional präsentierten Song „Yesterday“ freuen.

Als Wunschsong von Andreas Heß präsentierte sie mit ganz viel Gefühl den Song „Don`t worry Darling“, den sie ihrem 2013 verstorbenen Ehemann Arnold Harris, mit dem sie 45 Jahre verheiratet war, widmete.

Dafür bekam sie vom Publikum spontan Standing Ovations. Gemeinsam sangen dann alle Künstler gemeinsam mit ihrem Publikum A-cappella den wohl bekanntesten Song des Weltstars „Mit 17 hat man noch Träume“.

In Erinnerung bleibt ein ganz besonderer Nachmittag in Geisa mit viel positiver Energie, Musik, die Geschichte schrieb, wunderbarer Gemeinschaft, der nachhaltig für die Inklusion wirken wird.