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Die Kunst des Lauschens: Ein Abend voller Klang & bewusster Wahrnehmung

Wahrnehmung und bewusstes Hören standen bei Daniela Abel im Mittelpunkt.

Gastbeitrag von Anja Nimmich

Was passiert, wenn wir für einen Moment nicht nur hören, sondern wirklich lauschen? Dieser Frage gingen über 30 Gäste bei einem besonderen Erlebnisabend in der Anneliese Deschauer Galerie nach.

Unter dem Titel „Die Kunst des Lauschens, wie Klang uns einlädt, wieder bei uns selbst anzukommen“ hatten Daniela Abel von EntfaltungsRäume und die Stadt Geisa zu einem Abend rund um Klang, Wahrnehmung und bewusstes Hören eingeladen.

„Für mich ist Lauschen etwas sehr persönliches“, betonte Daniela Abel. Sie erläutert zudem „Ich will die Menschen nicht einfach nur über Klang informieren, sondern ihnen die Möglichkeit geben, Klang selbst zu erleben.“

Lauschen bedeutet für sie, innezuhalten, präsent zu sein und wahrzunehmen, was gerade in uns und um uns da ist.

Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, was sich verändert, wenn dem Hören wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dabei berichtete Daniela Abel auch sehr persönlich von ihrem eigenen Weg zum Klang.

Prägende Erfahrungen sammelte sie unter anderem während ihrer Begegnungen mit Menschen mit schweren neurologischen Erkrankungen in einer Pflegeeinrichtung. Dort erlebte sie, wie wichtig und zugleich wertvoll echtes Lauschen sein kann.

„Gerade diese Begegnungen haben mir gezeigt, dass Kommunikation nicht immer Worte braucht“, so Abel. „Manchmal sagt ein Atemzug, ein Blick oder ein Klang mehr als viele Sätze. Das hat meinen eigenen Zugang zum Lauschen nachhaltig geprägt.“

Nach einer Einführung in die Peter Hess®-Klangmethoden wurden die Besucher der Veranstaltung selbst aktiv. Gemeinsam mit sieben Klangkolleginnen und Klangkollegen verwandelte Daniela Abel die Räume der Anneliese Deschauer Galerie in einen abwechslungsreichen Klangparcours.

An verschiedenen Stationen konnten die Gäste unterschiedliche Klänge und Schwingungen selbst erfahren und dabei ganz bewusst die eigene Wahrnehmung in den Mittelpunkt stellen.

Dabei ging es nicht darum, etwas leisten oder „richtig“ machen zu müssen. Vielmehr konnten die Teilnehmer ausprobieren, nachspüren und entdecken, welche Wirkung unterschiedliche Klänge auf sie haben.

Den ruhigen Abschluss des Abends bildete eine gemeinsame Klangmeditation. Für einige Minuten kehrte Stille ein, unterbrochen nur von sanften Klängen, die zum Innehalten und Nachspüren einluden.

„Ich glaube, wir alle kennen das Gefühl, im Alltag ständig auf Empfang zu sein und trotzdem manchmal gar nicht richtig zuzuhören“, sagt Daniela Abel.

„Vielleicht ist genau das eine der schönsten Erfahrungen dieses Abends: Wir brauchen nicht immer etwas Besonderes. Manchmal reicht ein bewusster Atemzug, ein Moment der Stille und die Bereitschaft, wirklich zu lauschen.“

Auch über den Abend hinaus sollte das gemeinsame Erlebnis etwas bewirken. Mit einer aufgestellten Spendenbox konnten die Gäste den geplanten Hospizbau St. Wendel in Bad Salzungen unterstützen.

Nach rund zwei Stunden voller Klang, Begegnung und bewusster Wahrnehmung verabschiedete Daniela Abel die Gäste mit den Worten: „Danke fürs Lauschen.“

Bürgermeisterin Manuela Henkel unterstreicht den Wert solcher Angebote im Geisaer Land: „In einer herausfordernden und unruhigen Zeit ist es wichtig, das wir selbst und auch die Gesellschaft wieder resilienter, also widerstandsfähiger werden“, so Henkel.

Besondere Angebote die Bewusstsein, Resilienz, Achtsamkeit und das persönliche Wohlbefinden der Menschen fördern unterstützt die Stadt Geisa gerne.