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Herbstlicher Laubfall: Haufenweise Nährstoffe sammeln sich im Wald

Der herbstliche Blattfall verändert unübersehbar das Waldbild. Aber nicht nur das: Der Naturprozess hat vielfältige Auswirkungen auf Flora und Fauna im Wald.

Mitteilung von ThüringenForst

So manchem Haus- und Gartenbesitzenden treibt der herbstliche Laubfall die Schweißperlen auf die Stirn. Waldbesitzende sehen diesen Naturprozess dagegen entspannt entgegen.

Denn sie wissen um die positiven Wirkungen auf Flora und Fauna. Den einerseits stehen die Nährstoffe aus den herabgefallenen Blättern den Bäumen im Frühjahr wieder zur Verfügung, andererseits dienen die Laubhaufen Insekten und vielen anderen Tieren in der kalten Jahreszeit als Unterschlupf.

Und der Blätterregen ist gewaltig: Rund 800.000 Blätter lässt eine alte Rotbuche fallen – immerhin etwa 28 Kg. Und das ist gut so: Im Winter würde der Baum sonst verdorren, da bei Sonnenschein und Bodenfrost kaum Wasser aus dem Boden ins Blattwerk transportiert werden kann.

Vor diesem Ballastabwurf entziehen die Laubbäume den Blättern noch Zucker, Nährstoffe und Chlorophyll und verlagern diese in Krone, Stamm und Wurzel.

Und mit Abnahme des „grünen“ Chlorophylls treten auch andere Blattfärbungen in den Vordergrund und verantworten die Herbstfärbung. Der florale Abnabelungsprozess endet mit der Bildung von Trenngewebe, was das Blatt abfallen lässt.

Eichen und Hainbuchen bilden kein Trenngewebe, sie verstopfen einfach die Leitungsbahnen im Blattstiel. Deshalb bleibt ihr dürres Laub bis zum Frühjahr am Baum hängen.

Und was machen die immergrünen Nadelbäume? Ihre „Blattoberfläche“ ist zu einer Nadel minimiert und mit einer Wachsschicht versehen. Damit ist die Verdunstung deutlich eingeschränkt, die kalte Winterzeit können sie mit vollem Nadelkleid gut überstehen.

Und warum wirft die Lärche ihre Nadeln ab? Ihr fehlt die wichtige Wachsschicht um die Nadel, womit die Verdunstung nicht maßgeblich eingeschränkt werden kann.