Gastbeitrag von Adrian Schmuck
Was lange Zeit ein Ärgernis für Fußgänger und Anlieger war, konnte nun durch gemeinschaftliches Engagement beseitigt werden: In der vergangenen Woche wurde die bislang geschotterte Fläche zwischen Feuerwehr und Kindergarten am Siegenborn in Kaltensundheim gepflastert.
Möglich wurde die Maßnahme durch das Zusammenspiel von privaten Spendern, örtlichen Unternehmen, der Freiwilligen Feuerwehr und der Stadt Kaltennordheim.
Die Vorgeschichte reicht einige Jahre zurück. Damals wurde der Gehweg am Siegenborn grundlegend erneuert. Die alten, teilweise stark unebenen Gehwegplatten wurden durch neues Pflaster ersetzt. Besonders für die Kinder und Eltern des benachbarten Kindergartens, aber auch für ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität bedeutete dies eine spürbare Verbesserung.
Ein Problem blieb jedoch bestehen: Die unmittelbar angrenzende Parkfläche für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr war weiterhin lediglich mit einer ungebundenen Schotterdecke befestigt.
Im Laufe der Zeit wurden immer wieder Schottersteine auf den neu gepflasterten Gehweg und die Straße getragen. Die teilweise scharfkantigen Steine verursachten nicht nur Schäden am Pflaster, sondern beeinträchtigten auch die sichere Nutzung des Gehwegs.
Insbesondere Menschen mit Rollatoren oder anderen Gehhilfen sahen sich teilweise gezwungen, den Bereich zu meiden oder auf die Fahrbahn auszuweichen.
Gemeinschaftsleistung macht kurzfristige Umsetzung möglich
In der vergangenen Woche konnte diese letzte bauliche Lücke nun geschlossen werden. Den Auftakt bildeten die Erd- und Unterbauarbeiten, die von der ortsansässigen Firma AS Kreativ von Robin Nensel ausgeführt und durch zweckgebundene private Spenden finanziert wurden.
Am Freitag übernahmen schließlich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kaltensundheim das Verlegen der Pflastersteine bis spät in den Abend/ die Nacht hinein.
Mit erheblicher Eigenleistung und ehrenamtlichem Einsatz sorgten sie dafür, dass aus der bisherigen Schotterfläche eine dauerhaft befestigte und ansehnliche Fläche wurde.
Auch bei der Beschaffung des Materials war gemeinschaftliches Engagement gefragt. Die Unternehmen FCN und Schmuck Logistik GmbH beteiligten sich finanziell an der Bereitstellung und Anlieferung der Pflastersteine. Dadurch konnte der Kostenanteil, den die Stadt Kaltennordheim aus ihrem Haushalt übernehmen musste, auf ein Minimum reduziert werden.
Obwohl die Maßnahme ursprünglich nicht im städtischen Jahresbudget vorgesehen war, gelang es der Stadt, kurzfristig die erforderlichen Mittel bereitzustellen und damit die Gelegenheit für einen sinnvollen Lückenschluss zu nutzen.
Ein gutes Beispiel für gelebten Zusammenhalt
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die bisherige Schotterfläche ist nun ordentlich gepflastert, der angrenzende Gehweg wird nicht länger durch ausgetragenen Schotter beeinträchtigt und das gesamte Umfeld zwischen Feuerwehr und Kindergarten wurde sichtbar aufgewertet.
Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten: den privaten Spendern für die Finanzierung der Vorarbeiten, der Robin Nensel und Team für deren Umsetzung, den Kamerad:innen der Freiwilligen Feuerwehr für ihren tatkräftigen ehrenamtlichen Einsatz, den Unternehmen FCN und Schmuck Logistik GmbH für ihre Unterstützung bei der Materialbeschaffung sowie der Stadt Kaltennordheim für die kurzfristige finanzielle Beteiligung.
Die Baumaßnahme am Siegenborn zeigt beispielhaft, was möglich ist, wenn Bürger, Vereine, Unternehmen und Kommune gemeinsam anpacken.
Mit vergleichsweise überschaubaren öffentlichen Mitteln und viel Eigeninitiative konnte eine seit Jahren bestehende Schwachstelle beseitigt werden – ein kleiner, aber wichtiger Fortschritt für die Sicherheit, die Barrierefreiheit und das Ortsbild von Kaltensundheim.


