Gastbeitrag von Anja Nimmich
Die Stadt Geisa treibt die Neuordnung ihrer kommunalen Liegenschaften im Ortsteil Geismar voran. Im Zentrum des Vorhabens steht der Neubau eines zentralen Vereinshauses mit Feuerwehrgerätehaus am Standort „Im Weidig“, unmittelbar an der jetzigen Kulturscheune.
„Ziel der Stadt ist es, die derzeit auf fünf verschiedene Standorte verteilten kommunalen Nutzungen in großen Teilen unter einem Dach zu bündeln und damit eine nachhaltige, wirtschaftliche und zukunftsfähige Lösung für den Ortsteil zu schaffen“, erläuterte Bürgermeisterin Manuela Henkel.
Geplant ist am aktuellen Standort der Kulturscheune ein neues Gebäude für Feuerwehr, Vereine, Dorfgemeinschaft und Jugendsozialarbeit zu errichten.

Durch die Konzentration an einem Standort sollen Synergien genutzt sowie Betriebs-, Unterhaltungs- und Bauhofkosten langfristig gesenkt werden.
Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 3 Millionen Euro, Zweidrittel werden über Städtebauförderung finanziert, knapp 1 Million Euro übernimmt die Stadt Geisa aus Eigenmitteln.
Derzeit verteilen sich die kommunalen Nutzungen in Geismar auf insgesamt fünf Standorte, die in großen Teilen unterschiedliche Probleme aufweisen.
Das bestehende Feuerwehrgerätehaus entspricht nicht mehr den modernen Standards und weist einen erheblichen Sanierungsstau auf.

Die Umkleidekabine musste bereits in einen Container ausgelagert werden, nachdem die Unfallkasse den bisherigen Standort in der Fahrzeughalle beanstandet hatte.
Nach Fertigstellung des Neubaus soll aller Voraussicht nach, der Standort aufgegeben und das Grundstück verkauft werden.
Die Alte Gemeindeschule, ein um etwa 1900 errichtetes und mittlerweile leerstehendes Gebäude in der Ortsmitte, ist stark sanierungsbedürftig und schränkt durch ihren Zustand das Ortsbild erheblich ein.
Eine weitere Nutzung ist nicht vorgesehen, ein Abriss beziehungsweise Verkauf wird nach Beratung des Stadtrates angestrebt. Die Kulturscheune, aktuell Standort des Karnevalsvereins sowie des Jugendclubs, ist ebenfalls stark sanierungsbedürftig, nicht gedämmt und weist einen entsprechend hohen Energieverbrauch auf.

Aufgrund der Größe der Fläche, die gegenüber dem Spielplatz liegt, gilt dieser Standort als optimal für den geplanten Neubau. Die Bauzeit wird mit rund anderthalb Jahren veranschlagt, im Anschluss soll die bestehende Kulturscheune abgerissen werden.
Die Bauhofscheune in der Ortsmitte soll dagegen bis auf weiteres als Außenstelle des Bauhofs weiterbetrieben werden, Investitionen sind hier nicht vorgesehen. Auch das außerhalb des Ortes am Sportplatz gelegene Sportlerheim, das vom Sportverein betrieben und instandgehalten wird, bleibt von Investitionen unberührt.
„Die Zusammenführung der verschiedenen Nutzungen an einem geeigneten Standort bietet die Möglichkeit, bestehende Strukturen sinnvoll zu bündeln und zugleich die notwendigen Anforderungen an Sicherheit, Funktionalität und Infrastruktur zu berücksichtigen“, erläuterte Bürgermeisterin Manuela Henkel das Vorhaben.

Besonders profitieren soll die örtliche Feuerwehr: Vorgesehen sind ein neues Gerätehaus mit Unterstellmöglichkeiten für das Feuerwehrfahrzeug sowie den Mannschaftstransportwagen, eine Werkstatt sowie ausreichend Umkleidekabinen für 34 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden.
Hinzu kommen Räume für die Jugendfeuerwehr und ein Büro für die Wehrleitung. Darüber hinaus entstehen Räumlichkeiten für die Jugendsozialarbeit als Jugendclub sowie ein Multifunktionsraum mit Küche für die örtlichen Vereine oder private Nutzungen.
Ebenso ist Lagerraum für die Utensilien der Vereine vorgesehen. Auf dem Außengelände sollen Parkplätze sowie ein neuer Spielplatz entstehen.
Im Anschluss an die Baumaßnahme wird die bisherige, sanierungsbedürftige Kulturscheune zurückgebaut. Durch die Neuordnung der kommunalen Gebäude und Nutzungen sollen auch hier die Rahmenbedingungen langfristig verbessert werden.
