Mitteilung von ThüringenForst
Für viele Pilzfreunde ist der Herbst der Höhepunkt der Pilzsaison. Die heimischen Wälder bieten ein reichhaltiges Angebot. Doch was soll der Pilz-Laie sammeln?
Förster empfehlen: Vorzugsweise Pilze, die sich auch von Anfängern sicher bestimmen lassen und auch keinen giftigen Doppelgänger haben. Dazu gehört etwa der Steinpilz, der sich sowohl in Nadel- wie auch Laubwäldern findet.
Mit seinem charakteristisch braunen Hut und der Netzstruktur am Stiel ist er leicht zu bestimmen. Er bläut nie. Im Gegensatz zum Maronen-Röhrling oder Hexenröhrling, ebenfalls beliebte Speisepilze, die stets bläuen.
Die Färbung verschwindet beim garen. Diese sind an ihren braunen Hüten und -im Gegensatz zum Steinpilz- Stielen ohne Netzstruktur zu erkennen. Ein typisches Aussehen hat die Krause Glucke, die einem Badeschwamm ähnelt.
Der Totholzpilz findet sich an den Wurzeln oder auch dem Stammanlauf von Nadelhölzern, vorzugsweise der Kiefer. Junge helle Exemplare schmecken würzig, sind aber wegen der Schwammstruktur aufwendig zu reinigen.
Am besten nur das oft saubere obere Drittel ernten. Auch der Edel-Reitzker ist ein wohlschmeckender und gesunder, weil vitaminreicher Waldpilz ausschließlich in der Nähe von Kiefern.
Typisch sind sein orangeroter Milchsaft und der hohle Stiel. Beides machen einen im Kiefernforst gefundenes Exemplar nahezu unverwechselbar.
Thüringens Förster haben aber auch grundsätzliche Hinweise: Etwa Waldpilze nie roh zu essen, sondern immer zu erhitzen. Damit wird auch die Gefahr einer Fuchsbandwurmaufnahme ausgeschlossen.
Und besonders große „überreife“ Exemplare stehen lassen, um ihre Sporenverteilung zu fördern. Ob die Pilzsaison 2026 eine gute Pilzsaison ist? Der Sommer 2026 war vielerorts trocken und heiß und damit waldpilzfeindlich.
Trotzdem kann die Schwammerlsuche in Regionen mit lokalen spätsommerlichen Niederschlagsereignissen durchaus ergiebig sein.
