Gastbeitrag von Werner Hampe
Mit rund 50 Gästen aus Medizin, Gesundheitswesen, Politik und Verwaltung hat die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Mittwoch die offizielle Eröffnung ihrer Psychosomatischen Institutsambulanz (PSIA) gefeiert.
Das neue ambulante Behandlungsangebot, das bereits im Juli dieses Jahres seine Arbeit aufgenommen hat und seitdem auf reges Interesse stößt, erweitert das medizinische Leistungsspektrum des Klinikverbundes Hersfeld-Rotenburg. Zugleich steht die Einrichtung beispielhaft für die strategische Weiterentwicklung und Konsolidierung des Unternehmensverbundes.
Zu den Gästen des Eröffnungssymposiums gehörten unter anderem Geschäftsführer Sebastian Mock, Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender Torsten Warnecke sowie Bad Hersfelds Bürgermeisterin Anke Hofmann.
Nach den Grußworten, an denen sich die Ärztliche Direktorin der Klinik am Hainberg, Andrea Budde, beteiligte, stand die Vorstellung des neuen Versorgungsangebotes im Mittelpunkt.
Chefärztin Dr. Kathrin Zittlau erläuterte Planung und Aufbau der PSIA, psychosomatische Hintergründe, Behandlungsmöglichkeiten und Perspektiven der Psychosomatischen Institutsambulanz. Musikalische Beiträge rundeten die Veranstaltung ab.
Ambulante und stationäre Versorgung enger verzahnen
Mit der bereits zum 1. Juli 2026 gestarteten Psychosomatischen Institutsambulanz wurde in der Klinik am Hainberg das bisheriges Angebot aus akutstationärer psychosomatischer Behandlung und medizinischer Rehabilitation um einen wichtigen ambulanten Versorgungsbaustein erweitert.
Die Erfahrungen der ersten Betriebsmonate fallen positiv aus: Das neue Angebot stößt auf reges Interesse und bestätigt damit den Bedarf an spezialisierten ambulanten Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit psychosomatisch Erkrankte.
Die PSIA richtet sich insbesondere an Menschen mit komplexen psychosomatischen Krankheitsbildern, die eine spezialisierte, multiprofessionelle ambulante Komplex-Behandlung benötigen.
Ziel ist es, individuelle Behandlungsbedürfnisse aufzugreifen, Versorgungslücken zu reduzieren und medizinisch notwendige Behandlungsprozesse besser miteinander zu verknüpfen.
„Die Resonanz seit unserem Start im Juli zeigt uns, wie wichtig ein solches Angebot für die Region ist. Psychosomatische Erkrankungen sind häufig komplex und lassen sich nicht immer innerhalb der klassischen Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Behandlung angemessen versorgen.
Mit unserer Institutsambulanz schaffen wir zusätzliche Möglichkeiten, Betroffene individuell, kontinuierlich und fachübergreifend zu begleiten. Dabei profitieren unsere Patientinnen und Patienten besonders von der engen Verbindung unserer ambulanten Angebote mit der Akutpsychosomatik und der Rehabilitation am Hainberg“, erläuterte Chefärztin Dr. Kathrin Zittlau.
Für die Medizinerin ist die neue Ambulanz deshalb weit mehr als eine zusätzliche Behandlungseinrichtung: Sie eröffnet Perspektiven für eine stärker vernetzte psychosomatische Versorgung und verbessert die Möglichkeiten, auf unterschiedliche Krankheitsverläufe und individuelle Lebenssituationen einzugehen und schafft attraktive Arbeitsplätze im Unternehmen.

Medizinische Vielfalt als Grundlage einer erfolgreichen Unternehmenskonsolidierung
Aus Sicht der Geschäftsführung ist die neue Institutsambulanz zugleich Ausdruck einer konsequenten strategischen Weiterentwicklung des gesamten Klinikverbundes.
Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen im deutschen Krankenhauswesen und der sich verändernden Versorgungsstrukturen setzt das Unternehmen auf die gezielte Stärkung und Vernetzung seiner medizinischen Kompetenzen.
Das Klinikum Hersfeld-Rotenburg verfügt mit seinen Einrichtungen über ein außergewöhnlich breites medizinisches Spektrum: von der allgemeinen und spezialisierten Akutmedizin am Klinikum Bad Hersfeld über die hoch spezialisierte Herz-Kreislauf-Medizin und Herzchirurgie am Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg bis hin zur psychosomatischen Akutbehandlung und Rehabilitation an der Klinik am Hainberg.
Ergänzt wird dieses Angebot durch die ambulanten Versorgungsstrukturen der Medizinischen Versorgungszentren.
Diese Vielfalt eröffnet Möglichkeiten, medizinische Leistungen bedarfsgerecht weiterzuentwickeln, vorhandene Kompetenzen standortübergreifend zu nutzen und wirtschaftlich tragfähige Versorgungsstrukturen zu schaffen.
Geschäftsführer Sebastian Mock sieht in der neuen Institutsambulanz deshalb auch einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung des Unternehmens:
„Die Konsolidierung unseres Unternehmensverbundes bedeutet für uns nicht allein, wirtschaftliche Strukturen zu stabilisieren. Unser Anspruch ist es, die große medizinische Kompetenz unserer Einrichtungen zu erhalten, sinnvoll miteinander zu vernetzen und dort gezielt weiterzuentwickeln, wo wir einen konkreten Versorgungsbedarf erkennen.
Die neue Psychosomatische Institutsambulanz ist ein gutes Beispiel für diesen Weg: Wir nutzen vorhandene fachliche Kompetenz und Infrastruktur, ergänzen unser medizinisches Leistungsspektrum und schaffen damit einen zusätzlichen Nutzen für die Menschen unserer Region.
Das erfreuliche Interesse seit dem Start bestätigt uns in dieser Strategie. Medizinische Qualität, wirtschaftliche Verantwortung und eine verlässliche regionale Gesundheitsversorgung gehören für uns untrennbar zusammen.“
Klinik am Hainberg gewinnt innerhalb des Verbundes weiter an Bedeutung
Mit der neuen Institutsambulanz baut die Klinik am Hainberg ihre Rolle als spezialisierter Standort für psychosomatische Medizin und Psychotherapie innerhalb des Klinikverbundes weiter aus.
Die Verbindung von ambulanter Behandlung, Akutpsychosomatik und Rehabilitation bietet eine wichtige Grundlage für eine patientenorientierte und bedarfsgerechte Versorgung.
Das Eröffnungssymposium bot neben den fachlichen Informationen auch Gelegenheit zum persönlichen Austausch über die wachsende Bedeutung psychosomatischer Erkrankungen und die Herausforderungen einer sektorenübergreifenden Gesundheitsversorgung.
Die Psychosomatische Institutsambulanz befindet sich in der Klinik am Hainberg, Ludwig-Braun-Straße 32 in Bad Hersfeld.