Gastbeitrag von Jeannine Müller
Da hat ihnen eine 16-jährige charismatische junge Dame doch fast die Show gestohlen. Die Rede ist von Emma Kirsch aus Stepfershausen, welche am vergangenen Samstag, kurzerhand, zur „Korrespondentin“ für die Textverständigung, zwischen Musikern und Publikum, wurde.
Geplant war hierfür eigentlich Mama Stefanie Kirsch, Englisch-Lehrerin an der ortsansässigen Regelschule.
Zu erleben gab es handgemachte, authentische Folk Music von der grünen Insel – die Brüder Tim & Brendan O’Shea machten zum wiederholten Male halt in der Rhön.
Auch in Bettenhausen waren sie, im Oktober 2022, schon einmal zu erleben. Die Vollblut-Musiker stammen aus einer Musikerfamilie und bekamen ihre Musikalität so wohl schon in die Wiege, in Killarney im irischen Südwesten, gelegt.
Seit über 30 Jahren treten sie sowohl als Solisten, als auch mit verschiedenen Bands und anderen Solisten, erfolgreich in Europa und Übersee auf und sind aktuell bereits im 35. Jahr auf Deutschland-Tour.
Während Tim in Irland lebt, wohnt Brendan in New York und kommt nur alle paar Jahre nach Deutschland. Ihre Lieder bringen eine gelungene Mischung aus ihren Wurzeln in Irland mit Kindheitserfahrungen & Traditionen, Heimweh und dem Leben und Lieben in und abseits der Heimat, mit.
Emma schaffte es, die Erzählungen von Tim und Brendan keck und mit viel Charme, auf ihre ganz eigene Weise rüberzubringen, ohne das die Kernaussagen und der Charme der beiden Iren verloren ging.
Dies schuf eine sehr schöne Atmosphäre in der gut gefüllten Kirche zum Heiligen Kreuz und das Publikum und auch die Musiker selbst fühlten sich, spürbar, gut mitgenommen.
Die Mitorganisatoren Roland und Marianne Köhler, vom Verein „Aktiv in ons all Schul“, sind selbst leidenschaftliche Musiker und betonten in ihrer Ansprache, die Wichtigkeit und besondere Gabe von Musik: „Musik ist Leben“.
Sie verbindet Menschen, über Länder, Grenzen und Sprachbarrieren hinweg, weckt Emotionen, in einer oftmals eher kühlen Welt und kann so immer wieder etwas ganz Besonderes schaffen. So auch zu spüren an diesem Abend.
Es braucht manchmal nicht viel, um Dankbarkeit und Freude, zu empfinden. Sie bedankten sich herzlich bei den beiden Musikern, für den gelungenen Abend und für ihre Nähe zu den Gästen sowie beim gesamten Helferteam von „Ons all Schul“.
Diese hatten auch abseits der Kirche, in der alten Schule selbst, eine heimelige Atmosphäre mit Feuerschalen und Lichtern geschaffen und luden so die Besucher zum Verweilen und Begegnen ein.
Bereits in der Pause und auch nach dem Konzert fanden sich die Gäste sowie die Musiker selbst hier ein und genossen, bei einem Irish Coffee und anderen irischen Köstlichkeiten, gute Gespräche.
Nicht nur für die Ohren und den Gaumen wurde an diesem Abend etwas geboten, sondern auch fürs Auge. Hobbykünstlerin Mareike Keller, aus dem (fast) Nachbardorf Stepfershausen, präsentierte eine Bildergalerie abstrakter Acrylmalerei, in den Seitenständen der Kirche.
Sie stand allen Interessierten bei Fragen gerne selbst Rede und Antwort (der Kontakt kann bei Interesse gerne hergestellt werden).





