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Weingasse in Sünna feierlich eröffnet – Gemeinschaftsmaßnahme erfolgreich abgeschlossen

Mitteilung der Gemeinde Unterbreizbach

Nach rund einem Jahr Bauzeit ist es geschafft: Die Weingasse in Sünna ist erneuert.

Am Dienstag wurde die Straße im Beisein von Anwohnern, Vertretern des Gemeinderates sowie der am Bau beteiligten Unternehmen und des Wasser- und Abwasserverbandes Bad Salzungen (WVS) offiziell eröffnet.

Mit einem symbolischen Scherenschnitt wurde das Band durchschnitten und die Weingasse damit feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

Was ursprünglich als überschaubare Sanierungsmaßnahme der Gemeinde geplant war, entwickelte sich im Laufe der Vorbereitungen zu einem umfangreichen Gemeinschaftsprojekt.

Neben der Erneuerung des Geländers entlang der Sünna und mehrerer Grundstückszufahrten standen umfangreiche Arbeiten an der unterirdischen Infrastruktur an.

In zwei Bauabschnitten wurden ein neuer Abwasserkanal gebaut, die Trinkwasserleitungen erneuert und anschließend die Straße grundhaft ausgebaut. Auch die Grundstücksüberfahrten über die Sünna sowie das Geländer entlang des Bachlaufes wurden erneuert.

Darüber hinaus mussten die alten, unter der Straße verlaufenden Kastenprofile im Bereich der ehemaligen Feuerwehr teilweise ausgetauscht werden.

Die Entwässerung am Bürgerhaus wurde neu geordnet, der Überlauf der Sünna in den Flutgraben umgestaltet und die bisher oberirdisch verlaufende Telekommunikationsleitung unter die Erde verlegt. Leerrohre für einen späteren Glasfaseranschluss wurden dabei ebenfalls berücksichtigt.

In seiner Eröffnungsrede blickte Bürgermeister Roland Ernst auf die Entstehung des Vorhabens zurück. Durch die Bündelung der Arbeiten von Gemeinde und WVS konnten notwendige Maßnahmen an Straße, Gewässer und Ver- und Entsorgungsleitungen gemeinsam umgesetzt werden. Damit ließen sich spätere erneute Bauarbeiten in der Weingasse vermeiden.

Allerdings stellte sich nach der Ausschreibung heraus, dass die Kosten für den gemeindlichen Anteil deutlich höher ausfallen würden als zunächst angenommen. Statt der eingeplanten 400.000 Euro musste sich die Gemeinde auf rund 700.000 Euro einstellen.

Gründe dafür waren unter anderem zusätzliche Arbeiten am Bachlauf, der Anschluss des Bürgerhauses sowie die insgesamt ungünstigeren Ausschreibungsergebnisse. Fördermittel standen für die Maßnahme nicht zur Verfügung. Die abschließende Kostenprüfung ist noch nicht beendet.

Der Werkleiter des Wasser- und Abwasserverbandes Bad Salzungen Herr Heiko Pagel bedankte sich insbesondere dafür, dass sich die Gemeinde trotz der erheblichen Kosten zu dieser Gemeinschaftsmaßnahme bekannt und deren Umsetzung mitgetragen hat.

Zugleich erläuterte er den Umfang der vom WVS ausgeführten Arbeiten, die einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Trinkwasser- und Abwasserinfrastruktur leisten.

Auch die Vertreter der beteiligten Baufirma Herr Torsten Noack und des Planungsbüros Herr Jörg Leinhos richteten einige Worte an die Anwesenden. Sie bedankten sich für das entgegengebrachte Vertrauen, die gute Zusammenarbeit und die offene Kommunikation während der gesamten Bauzeit.

Bürgermeister Ernst schloss sich dem Dank an und würdigte insbesondere die Arbeit des Planungsbüros rebo consult sowie der Firma Stregda Bau.

Namentlich hob er den Polier Gunnar Langner hervor, der mit seiner freundlichen, zugleich aber bestimmten Art wesentlich dazu beigetragen habe, dass die Baustelle trotz der umfangreichen Arbeiten ruhig und geordnet verlief.

Ein besonderer Dank galt den Anwohnerinnen und Anwohnern der Weingasse. Sie mussten während der Bauzeit mit Lärm, Baustellenverkehr und zeitweisen Einschränkungen bei der Erreichbarkeit ihrer Grundstücke leben.

Umso mehr freute sich der Bürgermeister über die Geduld, das Verständnis und die Unterstützung der Anlieger. Die gute Kommunikation zwischen Baufirma und Anwohnern habe wesentlich dazu beigetragen, mögliche Konflikte frühzeitig zu vermeiden.

Mit der Erneuerung der Weingasse ist eine wichtige Investition für den Ortsteil abgeschlossen. Die Straße und die Grundstücksüberfahrten sind erneuert, die Ver- und Entsorgungsleitungen auf einen modernen Stand gebracht und der Bereich entlang der Sünna verbessert worden.

Zugleich wurden mit der unterirdischen Verlegung der Telekommunikationsleitungen Voraussetzungen für eine mögliche spätere Glasfaserversorgung geschaffen.

Nach dem symbolischen Scherenschnitt nutzten die Anwesenden die Gelegenheit, bei einer Tasse Kaffee oder einer Bratwurst miteinander ins Gespräch zu kommen und die abgeschlossene Baumaßnahme gemeinsam ausklingen zu lassen.

Trotz der erheblichen finanziellen Herausforderungen ist damit ein Projekt zum Abschluss gekommen, das zeigt, wie durch die Zusammenarbeit von Gemeinde, Wasser- und Abwasserverband, Planungsbüro, Baufirmen und Anwohnern eine nachhaltige Verbesserung der örtlichen Infrastruktur erreicht werden kann.