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Wiesenfeld feierte die Heilige Ursula – Hochamt, Lesung & Andacht

Gastbeitrag von Richard Veltum

Die Kirchgemeinde Wiesenfeld/Rhön feierte am Sonntag ihr traditionelles Sankt-Ursulafest mit einem Festhochamt. Am Nachmittag gab es eine feierliche Andacht in der Sankt-Ursula-Kirche.

Festhochamt in der Sankt-Ursula-Kirche

Zelebrant und Festprediger war Gastpfarrer Jörg Bahrke aus Sangerhausen, der auf Einladung des hiesigen Küsters/Kirchenvorstands Robert Hohmann gerne in die Rhöngemeinde gekommen war.

Zu Beginn zogen sieben Messdienerinnen und Messdiener mit bunten Kirchenfahnen in das Wiesenfelder Gotteshaus ein, begleitet von festlicher Orgelmusik des Organisten Martin Nitsche aus Bremen/Rhön. Die Wiesenfelder St.-Ursula-Kirche besuchten zahlreiche Dorfbewohner aus Thüringen und Hessen.

Aufgrund der Ferien- und Urlaubssaison unterstützten Messdienerinnen und Messdiener aus den Nachbarorten die Kirchgemeinde: Paul Bock aus Rasdorf, Levie Grosch aus Rasdorf, Charlotte Laibach aus Wiesenfeld, Victoria Laibach aus Wiesenfeld, Alisia Ebert aus Geisa, Amelie Laibach aus Wiesenfeld und Linus Ebert aus Geisa.

Lesung & Gesang im Gottesdienst

Die Lesung im Festhochamt trug Michael Schwarz aus Wiesenfeld vor.

Unter dem Dirigat von Julia Knackert und mit musikalischer Begleitung von Martin Nitsche an der Orgel wurde das Festhochamt mit Kirchenliedern würdevoll umrahmt.

Pfarrer Jörg Bahrke bedankte sich vor der Kirchgemeinde und Kirchenvorstand Robert Hohmann herzlich für die Einladung nach Wiesenfeld.

In Sangerhausen betreut Pfarrer Bahrke katholische Gläubige und bemüht sich auch um kranke und behinderte Menschen in der sogenannten Diaspora.

Robert Hohmann unterhält jahrelange freundschaftliche Beziehungen zu Pfarrer Jörg Bahrke aus Sangerhausen. Nach der „Zwangsaussiedlung“ im Jahr 1961 hat die Familie Leo Hohmann in der katholischen Kirche Schutz und seelischen Beistand erhalten.

So war auch die Festpredigt von Pfarrer Jörg Bahrke von Gottvertrauen, Menschlichkeit und Menschenwürde geprägt.

Der Festprediger appellierte an die Zuhörer: „Wir gehen einen Weg miteinander der gegenseitigen Hilfe und Unterstützung, Freundschaft und christlicher Gemeinschaft.“

Nach der Predigt legten die Kirchenbesucher ihr Glaubensbekenntnis ab und beteten gemeinsam ein Vaterunser für sich, ihre Familie und verstorbene Angehörige. Der Geistliche spendete die Heilige Kommunion und segnete alle Gottesdienstbesucher.

Auferlegung der Reliquie Sankt Ursula

Nach dem Festgottesdienst hatten alle Kirchenbesucher die Möglichkeit, vor dem Altar durch den Geistlichen gesegnet zu werden; hier erfolgte auch die Auferlegung der Reliquie der christlichen Märtyrerin Sankt Ursula.

Kirchenvorstand Robert Hohmann bedankte sich herzlich, auch im Namen der Kirchgemeinde, bei dem Festprediger Jörg Bahrke und allen Mitwirkenden am Festgottesdienst und übergab Präsente.

Zum Abschluss erfolgte ein feierlicher Auszug der Messdienerinnen und Messdiener aus dem Gotteshaus mit ihren bunten Kirchenfahnen und unter Begleitung festlicher Orgelmusik.

Feierliche Andacht am Nachmittag in der Dorfkirche

Am Nachmittag des St.-Ursulatages fand um 14.30 Uhr eine feierliche Andacht statt, geleitet vom Geisaer Stadtpfarrer Martin Lerg.

Die Festandacht hatte ihren Höhepunkt, indem Pfarrer Martin Lerg die Besucher und Gäste segnete und auch die „Monstranz“ ausführte.

Auch hier bestand für alle Besucher und Gäste die Möglichkeit zur Auferlegung der Reliquie der Heiligen Ursula vor dem Festaltar. Josef Grosch aus Wiesenfeld übernahm in bewährter Weise den Küsterdienst.

Ulli Göb aus Geisa sorgte an der Orgel für die musikalische Umrahmung der Festandacht.

Ehrengäste aus Fulda & Indien

Zu den zahlreichen Besuchern zählten auch Ehrengäste aus Fulda und Indien.

Generaloberin Schwester Birgit (stammt aus Wiesenfeld, Fam. Bohn). Sie ist Vinzentinerin im Mutterhaus Fulda. Schwester Birgit kam in Begleitung ihrer Mitschwester Bela Tom aus Indien. Beide katholischen Schwestern wurden vor dem Gotteshaus herzlich begrüßt.

Die Heilige Ursula

Legende: Ursula soll im 4. Jahrhundert als christliche Königstochter (aus der Bretagne oder Cornwall) gelebt haben und auf einer Pilgerfahrt mit Gefährtinnen vor Köln von Hunnen ermordet worden sein, weil sie ihren Glauben und ihre Eheschließung verweigerte.

St. Ursula bezeichnet in erster Linie die Heilige Ursula von Köln sowie verschiedene nach ihr benannte Kirchen, Klöster und Schulen im deutschsprachigen Raum (Quelle: Wikipedia).