Am Donnerstag in der Zeit von 13.15 Uhr bis 16:45 Uhr rief eine unbekannte Person bei der 89-Jährigen aus Bad Neustadt an und erklärte, dass die Tochter der Frau einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei welchem ein Mensch gestorben sei.
Sie solle nun Bargeld und Wertgegenstände für eine Kaution zur Verfügung stellen.
Im weiteren Verlauf kam ein ebenfalls unbekannter Mann an die Wohnadresse in der St.-Konrad-Straße und nahm das Bargeld sowie die Wertgegenstände an sich. Dieser entfernte sich daraufhin.
Der Unbekannte lässt sich wie folgt beschreiben:
- männlich
- etwa 180 – 190 cm groß
- ca. 25 – 35 Jahre alt
- sprach akzentfrei Deutsch
Zeugen, die verdächtige Personen wahrgenommen haben, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizeiinspektion Würzburg unter der Telefonnummer 0931/457-1732 zu melden.
Die Polizei warnt vor Telefonbetrügern, die ihre Maschen in Variationen immer wieder auch an bekanntes Tagesgeschehen anpassen.
Die Präventionskampagnen des Polizeipräsidiums Unterfranken:
Bereits Ende 2020 hat das Polizeipräsidium Unterfranken die Präventionskampagne “Leg´auf!” ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“.
Mit den Kampagnen „Ich schütze Oma und Opa“ sowie „Chill mal Oma“ setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Jugendlichen sowie Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen.
Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.
Die wichtigsten Botschaften sind:
Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben.
Weder Polizei noch Justiz werden Sie jemals telefonisch auffordern, Geld zu überweisen!
Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen – bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)! Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!