Eine Frau in Fulda ist am 4. November Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden und hat nach Polizeiangaben einen fünfstelligen Geldbetrag verloren.
Nach derzeitigen Erkenntnissen begann der Anruf mit einer Frau, die sich mit weinerlicher Stimme als Angehörige ausgab; kurz darauf übernahm eine weitere Anruferin, die sich als Krankenschwester vorstellte und von einem schweren Verkehrsunfall berichtete.
Im weiteren Verlauf meldete sich ein Mann, der sich als Polizeibeamter ausgab und die Zahlung eines Geldbetrags als angebliche Kaution forderte. Gegen 21 Uhr übergab das Opfer schließlich die geforderte Summe an einen unbekannten Abholer.
Dieser wird beschrieben als männlich, circa 170 cm groß, 22 bis 30 Jahre alt, schlanke Statur, osteuropäisches Erscheinungsbild, schwarze Jacke und schwarze Basecap; er trug einen Rucksack. Die Kriminalpolizei Fulda hat die Ermittlungen aufgenommen. Sie bittet Zeuginnen und Zeugen, die im Bereich Ziehers-Nord Hinweise zu der beschriebenen Person geben können, sich zu melden.
Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche und erinnert an grundlegende Vorsichtsmaßnahmen: Bei verdächtigen Anrufen unter Druck bleiben, das Gespräch beenden und selbständig Angehörige unter bekannten Telefonnummern kontaktieren, keine Geldübergaben an unbekannte Abholer leisten sowie keine persönlichen oder finanziellen Daten am Telefon preisgeben.
Behörden, Krankenhäuser oder Staatsanwaltschaften fordern demnach niemals telefonisch Bargeld oder Wertgegenstände zur Abwendung angeblicher Maßnahmen.