Nostalgie zwischen Bebra & Heimboldshausen – Sonderfahrt der Werratalbahn

Gastbeitrag von Michael Knauf

Aus Anlass des 120-jährigen Jubiläums der Werratalbahn wurde die Sonderfahrt von Bebra nach Heimboldshausen und zurück, von den Bebraer Eisenbahnfreunden am Samstag „Eisenbahn-Nostalgiefahrten“ organisiert und gefahren.

Der historische Sonderzug wurde im Stil der 1950/1960er Jahre, im Bundesbahn-Charme, zusammengestellt. Bespannt, jeweils am Zuganfang und am Zugende, wurde der Personenzug mit zwei Triebfahrzeugen der Baureihe V 60 (Bundesbahn Rangierdiesellokomotive) in typischer, altroter Farbgebung.

Während der Fahrt konnten durch das Vereinsteam Fragen zu historischen Hintergründen und zur Geschichte der „Werratalbahn“ beantwortet werden.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand im Ulster-Werragebiet der Kalibergbau. Aus diesem Grund wurden einige notwendige Eisenbahnlinien erbaut - so auch die Werratalbahn von Gerstungen über Vacha nach Bad Salzungen.

Nach dem zweiten Weltkrieg befand sich die Weratalbahn im direkten Grenzgebiet und wechselte die Zonengrenzen.

Durch diese schwierige Lage, wurde die Bahn zu DDR-Zeiten in politische Streitereien und Winkelzüge hinein gezogen und es kam des Öfteren zu Sperrungen der Strecke.

Noch in der heutigen Zeit ist die Hauptaufgabe der Eisenbahnlinie hauptsächlich der Transport des Kalisalzes und dessen Produkte. Pro Tag gehen tausende Tonnen der Düngemittel auf die Reise zu Kunden in aller Welt.

Geplant ist in nicht so ferner Zukunft, die Werratalbahn grundlegend zu Modernisieren und den Fahrbetrieb zu elektrifizieren.

Die Abfahrt nach Heimboldshausen erfolgte am Bahnhof in Bebra um 14:20 Uhr und die Ankunft der Rückfahrt war in Bebra um 17 Uhr.