Gastbeitrag von Anja Nimmich
Zum Unternehmerstammtisch der Stadt Geisa bei der Firma MES GmbH im Gewerbegebiet trafen sich Vertreterinnen und Vertreter regionaler Unternehmen, um sich über aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen und Herausforderungen auszutauschen.
Bürgermeisterin Manuela Henkel begrüßte die Gäste, darunter die Erste Beigeordnete Simone Kleinstück, Julia Schuster von der Kreisplanung des Wartburgkreises sowie die Ortsteilbürgermeisterinnen Angela Zimmermann und Sabine Volkmar.
Im Mittelpunkt des Abends standen Vorträge zu Fördermöglichkeiten, die Lage auf den Energiemärkten sowie aktuelle Informationen der Stadt, ergänzt durch die Vorstellung des Gastgebers, der MES GmbH.
Ragna Melzer von der INQA-Beratungsstelle vom Institut der Wirtschaft Thüringens GmbH stellte das Förderprogramm INQA-Coaching vor, das kleine und mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung sowie Einführung von KI zur Verbesserung ihrer Arbeitsorganisation unterstützt.
Bei der Bundesförderung werden insgesamt 12 Coachings im Unternehmen mit 80 Prozent Förderung unterstützt.
„Mit dem INQA-Coaching bieten wir Unternehmen eine praxisnahe Begleitung, um Arbeitsprozesse zukunftsfähig zu gestalten“, erläuterte Ragna Melzer.
Andreas Fuchs, neuer Geschäftsführer der WerraEnergie, stellte in seinem Vortrag die Entwicklung auf den Energiemärkten sowie sein Unternehmen und dessen aktuelle Herausforderungen vor.
„Die WerraEnergie befindet sich in der Entwicklung vom klassischen Energielieferanten zum Dienstleister für zukunftsfähige Energielösungen“, so Fuchs.
„Die Klimaziele, die Entwicklung zu immer mehr Eigenversorgung und künftige Batteriespeicherlösungen werden dazu führen, dass wir perspektivisch weniger Strom und künftig kein Gas mehr liefern werden“, fasste Fuchs zusammen.
Deswegen müsse sich das Unternehmen genauso wie viele andere einem Transformationsprozess stellen und neue Geschäftsfelder entwickeln. Bürgermeisterin Manuela Henkel informierte die Anwesenden über den Stand des Glasfaserausbaus in der Stadt Geisa.
Aktuell laufe der Ausbau im Ortsteil Bremen, im Anschluss folgen Borsch und Geisa und damit auch das Gewerbegebiet. Diese Bauabschnitte sollen bis zum Frühjahr 2027 abgeschlossen werden.
Als weiterhin problematisch bezeichnete die Bürgermeisterin die Bewilligung von Gastschulanträgen für Auszubildende in der Region für hessische näher liegende Berufsschulen.
„Hier bekommen wir seit Jahren keine Lösung für unsere Unternehmen vor Ort“, betonte Manuela Henkel und appellierte an die Landesregierung hier unkomplizierte Genehmigungen zu ermöglichen.
Carsten Geigengack, Geschäftsführer der MES GmbH, gab einen kurzen Einblick in die Tätigkeit seines Unternehmens.
Die Firma ist auf Sondermaschinenbau, Retrofit und Werksverlagerungen spezialisiert und beschäftigt aktuell am neuen Standort in Geisa etwa 30 Mitarbeitende.
Anschließend schilderte er zentrale Herausforderungen, mit denen Unternehmen der Region derzeit konfrontiert sind: überbordende Bürokratie, Fachkräftemangel sowie ein schwächelnder deutscher Markt.
Als Reaktion darauf suche die MES GmbH verstärkt neue Partnerschaften in Mittel- und Osteuropa. Im Anschluss führte Carsten Geigengack mit seinem Mitgesellschafter André Rübsam die interessierten Gäste durch die neue Arbeits- und Produktionsstätte der MES GmbH und gewährten Einblicke in die betrieblichen Abläufe.
Der Abend endete mit einem gemeinsamen Imbiss, der den Teilnehmenden Gelegenheit für weitere Gespräche und Networking bot.



