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Magie auf der Leinwand – Maler Antonio Marra zeigt Op-Art-Kunst in Hünfeld

Eine wunderbare Op-Art-Ausstellung ist im Museum Modern Art eröffnet worden.

Gastbeitrag von Victoria Weber

Eine großartige Op-Art-Ausstellung mit Werken des Malers Antonio Marra ist im Museum Modern Art eröffnet worden.

„Die Wahrheit gibt es nicht – Wahrnehmung und Wirklichkeit im Postinternetzeitalter“ ist der Titel der neuen Sonderausstellung, die bis 9. Januar in Hünfeld zu sehen ist. Im Mittelpunkt von Marras Schaffens steht die von ihm entwickelte polyperspektivische Malerei.

Reine, leuchtende Farben und eine lamellenartige Struktur des Bildträgers – das sind Kennzeichen von Marras Werken. Beim Vorbeigehen verändern sich die wahrgenommenen Bilder, sie überlagern sich und lösen sich wieder in neue Farbkompositionen auf.

„Die Bilder werden Sie bewegen“, versprach Claudia Kleinert in ihrer Laudatio. Die Fernsehmoderatorin und Wetterexpertin führte in die Ausstellung ein und sprach über den italienischen Künstler, der in Neapel studiert hat und in Offenbach lebt.

Den Künstler Marra bezeichnete sie als „Meister der Illusion“ der „Magie auf die Leinwand“ bringe. Marra zeige, was wir alles verpassen, wenn wir nicht immer wieder die Perspektive und unseren Standpunkt wechseln.

Die große Sonderausstellung im Hauptgebäude des Museums bietet mit 35 Werken einen umfassenden Überblick über das Schaffen des renommierten Op-Art-Künstlers von seinen frühen Arbeiten bis hin zu aktuellen Werken.

Zahlreiche Exponate werden erstmals öffentlich gezeigt. Die Ausstellung verfolgt nicht nur einen retrospektiven Ansatz, sondern macht zugleich die kontinuierliche Entwicklung seiner Auseinandersetzung mit Wahrnehmung, Perspektive und Bildrealität erfahrbar.

Antonio Marra bezeichnet sich selbst als Maler, nicht als Künstler. Von der Architektur des Museums Modern Art zeigte sich der Italiener bei der Ausstellungseröffnung ganz begeistert und sprach von einer besonderen Aura.

Die Räume und Ebenen des Museums seien offen und miteinander verbunden. „Ich habe den Eindruck, wenn ich im Raum stehe, betrachte nicht ich meine Bilder, sondern meine Bilder mich.“ Er habe die Werke erschaffen, jetzt hätten sie ihn umzingelt.

Zu Beginn begrüßte Kulturbeauftragte Martina Sauerbier die Besucher und verriet, dass die Ausstellung sie gleich beim ersten Rundgang fasziniert hat.

Die Sonderausstellung wird aus Mitteln des Landes Hessen gefördert und wurde in Zusammenarbeit mit dem Museumsverband Hessen realisiert.

Begleitend zur Ausstellung lädt das Museum Modern Art Hünfeld zu folgenden Veranstaltungen ein:

  • Familientag: Sonntag, 11. Oktober 2026, ab 15 Uhr
  • Kunstfrühstück: Sonntag, 25. Oktober 2026, ab 10 Uhr
  • Finissage: Samstag, 9. Januar 2027, ab 15 Uhr