Gastbeitrag von Simone Scholl
„Tolle Knolle“ – Unter diesem Motto stand das Projekt der „Wiesenthaler Strolche“ in den letzte Wochen. Viel Neues uns Wissenswertes haben die Kinder dabei rund um die Kartoffel gelernt.
Beim Kartoffelexperiment konnten die Kinder beobachten, was eine Kartoffel zum Wachsen braucht. Mit Hilfe der Kamishibai Karten konnten sie erzählen, wie die Kartoffel wächst.
Die Geschichte des „Kartoffelkönigs“ wurde von den Kindern in Form von Rollenspielen nachgespielt und mit Hilfe des Kartoffeldrucks wurden Laternen gestaltet. Kartoffellieder, Reime und Gedichte wurden gelernt.
Auch die Kleinen „Wiesenthaler Strolche“ konnten erste Erfahrungen mit den Kartoffeln sammeln. So wurden die Kartoffeln mit der „Bratwurstzange“ aus der selbstgebauten Kartoffelkiste geholt und der Spielzeugtraktor mit Anhänger ist mit einer Ladung Kartoffeln durch den Kindergarten gefahren.
Beim Kartoffelsport konnten alle Kinder Erfahrungen sammeln wie z.B. Kartoffellauf, Kartoffelweitwurf oder eine Kartoffelmassage. Den Kindern und Erzieherinnen gingen die Ideen nicht aus.
Natürlich wurden viele Rezepte ausprobiert. Ob Kartoffelchips, Pommes, Kartoffelpüree, Kartoffelwaffeln, die Kinder waren begeistert bei allen Aktionen dabei und es hat allen geschmeckt.
Ein besonderes Highlight war die Fahrt nach Urnshausen zur Kartoffelernte. Am Morgen wurden die Kinder von ihren Eltern nach Urnshausen an die Bushaltestelle gebracht.
Danach ging es erst mal auf den Mehrgenerationenspielplatz. Dort gab es ein deftiges Frühstück. Anschließend hat die Leiterin des Biosphärenkindergartens Urnshausen, Uda Rux, die Kinder und Erzieherinnen zum Kartoffelfeld der Familie Günther begleitet.
Winfried und Renate Günther warteten schon, um ihre landwirtschaftlichen Geräte, vor allem die Kartoffelerntemaschine zu zeigen und zu erklären. Dann wurde fleißig geerntet. Die Kinder haben viele Körbe mit Kartoffeln gefüllt und waren begeistert dabei.
Nach getaner Arbeit konnten sie sich auf dem Spielplatz noch austoben. Mittags ging es mit dem Bus wieder zurück nach Wiesenthal in den Kindergarten. Es war ein unvergesslicher Tag, der bei allen noch lange in Erinnerung bleibt. Ein großes Dankeschön an Uda Rux und Familie Günther.
Zum Abschluss des Projektes gab es ein zünftiges Kartoffelfest im Kindergarten Wiesenthal. Viele fleißige Helfer haben zum Gelingen des Festes beigetragen. Der Nachmittag stand im Zeichen der „Tollen Knolle“.
An verschiedenen Ständen konnten Kinder, Eltern, Großeltern, Geschwister und Gäste unterschiedliche Kartoffelgerichte selbst herstellen, kochen und probieren. Es gab Pommes, Bratkartoffeln, Pellkartoffeln mit Dip und Kartoffelwaffeln.
Am Bastelstand konnten die Kinder mit ihren Eltern oder Geschwistern eine Laterne mit Kartoffeldruck oder einen Kartoffelkönig selbst gestalten.
Am Kartoffelfeuer wurde natürlich auch das Kartoffellied: „Wenn die Kartoffel nicht wär, blieb die Pommes Bude leer…“ und der Kartoffelspruch zum Besten gegeben. Es war ein gelungener Abschluss eines tollen Projektes.
Das Kartoffelprojekt zeigt eindrücklich, welchen pädagogischen Wert Projektarbeit im Kindergarten hat. Es verbindet unterschiedliche Bildungsbereiche (wie Sprache, Motorik, Mathematik und Natur) miteinander.
Kinder planen, forschen und gestalten aktiv mit, bringen eigene Ideen ein, bestimmen Themen, Ziele und einzelne Schritte des Projektes.
Das gemeinsame Lernen in der Gruppe stärkt das „Wir–Gefühl“ und die Themen stammen direkt aus der Erfahrungswelt der Kinder (Kartoffelernte, Landmaschinen, Säen und Ernten). Die Kinder und Erzieherinnen der „Wiesenthaler Strolche“ freuen sich schon auf die nächsten Projekte.





























