Hier wird gebuddelt, gepflanzt, gegossen und natürlich auch genascht! In der Kita „Am See“ in Bad Salzungen haben Eltern, Erzieher und zahlreiche Unterstützer gemeinsam ein tolles Gartenprojekt auf die Beine gestellt. Alte Hochbeete wurden wieder fit gemacht, ein neues kam dazu und sogar eine Regenwasserversorgung wurde eingerichtet.
Das Schönste daran: Die Kinder können nun selbst erleben, wie aus einem kleinen Samenkorn leckeres Gemüse oder süße Erdbeeren werden.
Drei Hochbeete gab es auf dem Gelände der Kita, die zum DIAKONIA Evangelischen Betreuungs- und Hilfsverein e.V. gehört, bereits. Allerdings standen diese direkt unter einer großen Eiche. Dort war es für viele Pflanzen einfach zu schattig. Besonders Erdbeeren und andere sonnenliebende Pflanzen wollten nicht so richtig wachsen. Also überlegten Eltern und Kita-Team gemeinsam, wie sich die Beete wieder sinnvoll nutzen lassen.
Mit fachlichem Rat von Jörg Klotzbach, Baumwart aus Philippsthal, wurde schließlich eine passende Lösung gefunden. Zwei Hochbeete zogen an einen neuen Standort. Dort können künftig unter anderem Kräuter, Salate, Kohlrabi und Zucchini wachsen. Das dritte Beet war bereits zu stark beschädigt.
Dafür entstand am Rand des Kita-Geländes ein neues Hochbeet an einem sonnigeren Platz, an dem sich nun auch Erdbeeren wohlfühlen können. Bei einem gemeinsamen Arbeitseinsatz im April packten die Eltern kräftig mit an. Alte Erde wurde ausgetauscht, Beete wurden umgesetzt und alles für die Pflanzsaison vorbereitet.
1.000 Liter Regenwasser für durstige Pflanzen
Natürlich brauchen Gemüse, Kräuter und Erdbeeren auch ausreichend Wasser. Deshalb wurde gleich noch ein weiteres Problem angepackt: Der Geräteschuppen der Kita bekam ein neues Dach und eine Regenrinne.
David Möller von der Dachdeckerfirma MD-Bedachung aus Schmalkalden stellte dafür die benötigten Dachbleche und die Dachrinne zur Verfügung. René Schröder aus Ettenhausen übernahm die Montage des neuen Daches und half beim Anschluss der Regenrinne an einen Wasserbehälter. Dieser wurde kostenlos von der Agrargenossenschaft Moorgrund eG bereitgestellt und im Laufe des Projektes gegen einen besser geeigneten Behälter ausgetauscht.
Nun können bis zu 1.000 Liter Regenwasser gesammelt werden, mit denen die Kinder ihre Pflanzen gießen können. Für besonders trockene Sommer wurde zusätzlich eine Schlauchrolle angeschafft.
Kleine Hände helfen fleißig mit
Im Mittelpunkt des Projektes stehen natürlich die Kinder. Sie dürfen selbst säen, pflanzen, gießen und beobachten, wie aus winzigen Samen nach und nach große Pflanzen werden. Dabei lernen sie ganz nebenbei, wo unser Essen eigentlich herkommt und wie viel Geduld und Pflege nötig sind, bis etwas geerntet werden kann.
Damit auch die jüngsten Gärtner fleißig mithelfen können, gab es eine besondere Überraschung. Der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen spendierte 20 kleine Gießkannen. Eltern besorgten außerdem kindgerechte Hacken und Schaufeln. Erde, Samen und Pflanzen wurden gemeinsam organisiert. Und dann hieß es endlich: Ran an die Beete! Mit großer Begeisterung konnten die Mädchen und Jungen selbst Hand anlegen und ihre ersten Erfahrungen als kleine Gärtner sammeln.
Viele fleißige Helfer machen das Projekt möglich
Dass aus der Idee ein so schönes Gemeinschaftsprojekt wurde, ist vor allem den vielen engagierten Menschen zu verdanken. Besonders die Familien Brauner, Ittermann, Simon und Riedel beteiligten sich an Planung, Organisation, Materialbeschaffung und den gemeinsamen Arbeitseinsätzen.
Auch das Kita-Team war mit viel Herzblut dabei. Kita-Leiterin Jenny Schreiber sowie Anne Michaelis, Silvia Seidel und Sabrina Arndt begleiteten das Projekt mit großem Engagement. Hausmeister Ralf Irrgang unterstützte die Arbeiten mit fachlichem Rat, handwerklichem Einsatz und bei der Entsorgung des alten Schuppendaches. Den ersten Anstrich des Geräteschuppens übernahm das Kita-Team sogar selbst.
Finanzielle Hilfe kam unter anderem von der Sadhana Health – Yogaschule Bad Salzungen sowie weiteren Unterstützern. Ein besonderer Dank geht außerdem an den Träger der Einrichtung, den DIAKONIA Evangelischen Betreuungs- und Hilfsverein e.V., der das Projekt ermöglichte und begleitete. Auch die Asklepios Parkklinik sorgte für Freude: Sie spendete zusätzlich Spielzeug für die Kinder.
Ein Helferfest mit Pizza und Kuchen
Nach all der Arbeit durfte natürlich auch gefeiert werden! Zum Abschluss lud die Kita zu einem gemütlichen Helferfest ein. Die Kinder und das Kita-Team bedankten sich mit einem kleinen Programm bei allen, die mitgeholfen hatten. Bei selbst gebackenem Kuchen, Getränken und leckerer Pizza konnten die Beteiligten noch einmal gemeinsam auf das gelungene Projekt zurückblicken.
Mit den neuen und wieder nutzbaren Hochbeeten soll das Gärtnern in der Kita „Am See“ auch in Zukunft weitergehen. Die nächste Idee gibt es bereits: Im kommenden Frühjahr sollen sogenannte Naschbeete entstehen. Dort sollen verschiedene Beeren wachsen, die die Kinder später direkt vom Strauch pflücken und probieren können.
Denn was gibt es Schöneres, als eine selbst gepflegte Erdbeere zu ernten und gleich zu vernaschen?
Die Kita „Am See“ bedankt sich herzlich bei allen Eltern, Familien, Erziehern, Helfern, Unternehmen und Unterstützern, die dieses besondere Projekt möglich gemacht haben. Und für die kleinen Gärtner steht jetzt schon fest: Im eigenen Garten gibt es immer etwas Spannendes zu entdecken!



