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Theater in Schweina – Grundschüler sehen Stück über Toleranz und Zusammenhalt

Bei einer Aufführung des Erfreulichen Theaters Erfurt an der Grundschule Friedrich Fröbel setzten sich 115 Kinder spielerisch mit Vorurteilen, Ausgrenzung und demokratischen Werten auseinander.

Gastbeitrag von Simon Ortner

Wie gehen wir mit Menschen um, die anders sind als wir? Warum entstehen Vorurteile und wie können wir füreinander einstehen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler mehrerer Grundschulen im Wartburgkreis bei theaterpädagogischen Aufführungen des „Erfreulichen Theaters Erfurt“.

Ein Beispiel ist die Aufführung von „Romy und Julian oder Die Liebenden vom Dachboden“ an der Grundschule Friedrich Fröbel in Schweina am 18. September. Insgesamt 115 Kinder der zweiten bis vierten Klassen erlebten in der Sporthalle die Geschichte zweier Mäusefamilien, deren Unterschiede zunächst zu Ablehnung und Konflikten führen.

Mit Humor und Spannung vermittelt das Stück, dass Fremdheit kein Grund für Ausgrenzung sein muss und dass auch Kinder für ihre Überzeugungen eintreten und etwas bewirken können.

Die Aufführung bietet einen altersgerechten Zugang zu Themen wie Vorurteilen, Toleranz und demokratischem Zusammenleben. Die Kinder werden dazu angeregt, eigene Sichtweisen zu hinterfragen, Unterschiede anzunehmen und sich mit den Möglichkeiten auseinanderzusetzen, das Zusammenleben gemeinsam zu gestalten.

Die Veranstaltung in Schweina ist Teil einer Reihe von insgesamt acht Theateraufführungen an Grundschulen im Wartburgkreis. Neben Schweina fanden bereits Veranstaltungen an den Grundschulen „An den Beeten“ in Bad Salzungen, Oechsen, Dorndorf und Gerstungen statt.

Weitere Aufführungen sind im Oktober an der Grundschule „Am Hainich“ in Behringen und in Dippach sowie im November in Buttlar geplant. Neben „Romy und Julian oder Die Liebenden vom Dachboden“ kommt in Oechsen das Stück „Ich will das, was du nicht willst“ zum Einsatz, das demokratische Entscheidungsprozesse, Mitbestimmung und Kompromissfähigkeit thematisiert.

Ermöglicht wird die Theaterreihe durch die Partnerschaft für Demokratie Wartburgkreis. Die Förderung macht es möglich, die Aufführungen für die Schulen kostenfrei anzubieten

„Demokratiebildung beginnt nicht erst im Erwachsenenalter. Kinder sollen früh erfahren, wie wichtig gegenseitiger Respekt, Mitbestimmung und das Einstehen für die eigenen Überzeugungen sind“, so der Ansatz der Theaterreihe.

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und des Thüringer Landesprogramms „Denk bunt“.