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Tierschutzverein Meiningen: Hund & Katz suchen bei Dir Platz

Nora und Mary Read – hat ihre Pechsträhne bald ein Ende?

Vom Pech verfolgt scheint die kleine pechschwarze Katzenfamilie zu sein, die Ende Juli in Jüchsen gesichert und ins Tierheim nach Meiningen gebracht wurde: Katzendame Nora und ihre Töchterchen Hedi und Mary Read.

Alle Drei kamen krank bei den Tierschützern an und brauchten zunächst medizinische Hilfe.

Vor allem die beiden Mädels. Hedi, die immer wieder kränkelte und an einem Schnupfen herumlaborierte, musste deshalb lange Zeit im Krankenbereich, getrennt von ihrer Familie, untergebracht werden. Mary Read ging es nicht besser. Sie musste gleich nach ihrem Einzug eine schwere OP über sich ergehen lassen.

Die Katzenmama wiederum humpelte am linken Vorderlauf. Wie sich herausstellte, steckte eine ältere Verletzung dahinter, die nicht mehr auskuriert werden kann.

Nora kommt aber sehr gut damit zurecht, ihre Mobilität ist nicht beeinträchtigt. Man staunt, wie flink die verspielte Black Beauty unterwegs ist, wie sie scheinbar mühelos auf höhere Ebenen springt. Besonders gern sitzt sie auf erhöhter Position und schaut interessiert aus dem Fenster.

Ziemlich sicher hat Nora Kontakt zu Zweibeinern gehabt, bevor sie ins Tierheim kam, denn sie mag Menschen und liebt Streicheleinheiten. Trotzdem hat sich noch immer kein Tierheimbesucher für sie interessiert.

Zumindest für eine ihrer Töchter, die ihr beide sehr ähneln und im Juni geboren sein müssten, gab es jetzt einen Lichtblick: Hedi wurde reserviert und dürfte bald ein eigenes liebevolles Zuhause bekommen.

Die kleine Mary war beim Einzug der Drei direkt in die Tierarztpraxis gebracht worden.

Aufgrund einer Infektion oder Verletzung musste ihr das linke Auge entfernt werden. Daraufhin wurde sie nach Mary Read, einer legendären englischen Piratin aus dem 17. Jahrhundert, benannt.

Und genauso waghalsig und mutig wie ihre Namenspatin ist auch die kleine Mieze. Sie liebt es, zu spielen und mit anderen Katzen herumzutollen wie ein kleiner Wirbelwind, gegenüber Menschen verhält sie sich noch zurückhaltend.

Besonders hängt Mary Read an ihrer Mama. Die beiden Handicap-Kätzchen sollen daher unbedingt zusammen vermittelt werden.

Wegen ihrer Beeinträchtigungen wäre es gut, wenn sie drinnen leben dürfen und vielleicht nach einer Eingewöhnungszeit Freigang in einem sicheren, geschützten Bereich hätten.

Interessenten für die beiden können sich gern unter der Telefonnummer des Tierheims für einen Kennenlernbesuch anmelden (03693-478460) oder zur Öffnungszeit am Samstagvormittag vorbeischauen. Schriftliche Anfragen sind an die neue Mailadresse des Tierschutzvereins zu richten: info@tierschutzverein-meiningen.de.

Teenager mit unwiderstehlichem Hundeblick: Hermann

Immer öfter werden die Tierschützer auch im Landkreis Schmalkalden-Meiningen mit Fällen von Animal Hoarding konfrontiert. Diese beiden Worte, die auf Deutsch Tiersammelsucht bedeuten, beschreiben das Halten einer Vielzahl von Haustieren, die nicht oder nicht mehr artgerecht mit Futter und Wasser versorgt werden.

Ihre Unterbringung ist meist vom Platz und der Hygiene her unzureichend, die notwendige tierärztliche Versorgung fehlt. Denn bei den betroffenen Menschen fehlt die Einsicht. Sie begreifen nicht, was sie da eigentlich tun, und erkennen die unzureichenden Bedingungen und das Leid der Tiere nicht.

Im Frühjahr musste eine große Anzahl Labrador-Mischlinge vom Veterinäramt gesichert und auf die umliegenden Tierheimen aufgeteilt werden. Hermann, der nun im Tierheim Rohrer Berg in Meiningen wohnt, ist einer von ihnen. Ein lackschwarzer, eher zierlicher unkastrierter Rüde.

In seinen etwa zwölf Lebensmonaten hat er leider sehr wenig kennengelernt, weshalb ihm neue Menschen und auch Umweltreize oft suspekt sind.

Im Tierheim hat er aber bereits die Herzen von Mitarbeitern und Gassigängern erobert. Mit ihrer Hilfe hat er gelernt, dass es Spaß machen kann, an der Leine zu gehen, und Menschenhände super sind zum Streicheln oder Ballwerfen. Auch Leckerlis werden gerne genommen.

Der schüchterne Hermann, der mit seinem Blick direkt ins Herz trifft, taut langsam auf und kann bei bekannten Menschen durchaus auch schon mal aufdringlich werden. Umso wichtiger ist jetzt, dass er ein eigenes Zuhause bekommt. Dass sich Menschen in seinen Blick verlieben, aber dem jungen Hund auch Regeln lehren.

Da Hermann das Zusammenleben mit anderen Hunden kennt und mag, kann er gerne auch als Zweithund vermittelt werden. Katzen und Kleintiere kennt er aus dem Tierheim nicht aus der Nähe.

Hermann ist ein junger freundlicher Hund, der für Einzelpersonen, Paare, aber auch Familien mit Kindern ein Begleiter werden kann.
Er muss nur eine wirkliche Chance bekommen und Zeit und Geduld in der Eingewöhnungsphase.

Hermann freut sich über einen baldigen Anruf von Interessenten bei den Tierheimmitarbeitern auf dem Rohrer Berg zur Terminabsprache unter der Telefonnummer 03693-478460.

Ein warmer Kuschelplatz für Wollknäuel Willy

Seit einigen Tagen haben die Gassigänger im Meininger Tierheim Rohrer Berg einen neuen Begleiter. Willy, der Anfang November seinen 10. Geburtstag feiern wird, kam von einem anderen Tierschutzverein nach Meiningen und startet nun von hier aufs Neue seine Suche nach einem eigenen Zuhause.

Äußerlich ein Wollknäuel, steckt trotz seiner fortgeschrittenen Jahre ein Energiebündel in ihm. Willy liebt Spaziergänge und ist auch für größere Runden zu begeistern.

Das entspannte Laufen an der Leine darf er aber noch etwas üben. Genauso wie das Abwarten und Grenzen-Akzeptieren, was er vermutlich bisher nicht gelernt hat. Menschen gegenüber zeigt er sich sehr aufgeschlossen und freundlich.

Da er noch nicht lange sein neues Quartier auf dem Rohrer Berg bezogen hat, gibt es keine Erfahrungen, wie er sich mit Katzen und Kleintieren verträgt. Bei Hunden entscheidet die Sympathie, wie sich beim Gassigehen und bei Hofbegegnungen gezeigt hat.

Willy wünscht sich auf jeden Fall einen warmen Kuschelplatz in Haus oder Wohnung, eng bei seinen Menschen. Über einen Garten würde er sich wohl freuen, das ist aber bei ausreichend Bewegung und Beschäftigung keine Bedingung für eine Adoption des reizenden Burschen.

Wer den freundlichen kastrierten Willy kennenzulernen möchte, kann sich gerne telefonisch unter der Nummer 03693-478460 zur Terminabsprache melden. Willy freut sich jetzt schon auf sein Date und Menschen, die ihn ins Herz schließen.