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Bald mehr Besucher? – Neue touristische Impulse für die Thüringer Rhön

Mitteilung des Rhönforum e. V.

Die nächsten Schritte zur Entwicklung neuer touristischer Vorhaben in der Thüringer Rhön erfolgten in den letzten Wochen.

In den vergangenen Monaten stellten sich die Mitglieder des Rhönforum e. V. die Frage, wie die touristische Attraktivität der thüringischen Rhön weiter gesteigert werden kann.

Die Region steht im Wettbewerb mit anderen Mittelgebirgs- und Nachbarregionen. Dort wurde in den vergangenen Jahren erheblich in die touristische Infrastruktur investiert.

Im Thüringer Teil der Rhön besteht dagegen weiterhin deutlicher Nachholbedarf. Aus diesen Gründen hat der Rhönforum e. V. bereits im Herbst 2025 eine neue Investitionsoffensive angestoßen.

Bereits in den Jahren 2010 bis 2015 war es dem Rhönforum e. V. gelungen, zusätzliche Fördermittel von rund zehn Millionen Euro für touristische Infrastrukturprojekte in die Region zu holen. An diesen Erfolg möchte das Rhönforum nun anknüpfen.

Vereinsvorsitzender Martin Henkel führte hierzu seit 2025 viele Gespräche mit dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum, insbesondere mit Ministerin Colette Boos-John sowie Staatssekretär Marcus Malsch.

Am 30. Juni 2026 gab es ein Gespräch bei der Thüringer Aufbaubank mit dem TAB-Vorstandsvorsitzenden Matthias Wierlacher und Bereichsleiter Jörg Möller sowie den zuständigen Förderberatern der Ministerien.

Rhönforum-Vorsitzender Martin Henkel präsentierte die bisherigen Anstrengungen und die besondere Situation der Rhön, verbunden mit der Erwartung auf Unterstützung – insbesondere auch auf eine höhere Förderquote für regional abgestimmte Vorhaben.

Einige Bürgermeister konnten ihre Vorhaben direkt präsentieren, weitere wurden durch Rhönforum-Geschäftsführerin Regina Filler präsentiert.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Förderung ist ein abgestimmtes Vorgehen der beteiligten Akteure sowie die Entwicklung konkreter Projekte und Konzepte.

Von 31 eingereichten Projektideen konnten sich 14 qualifizieren. Die Projektträger erarbeiteten rechtzeitig bis 31. August die jeweiligen Fördervoranfragen an die Thüringer Aufbaubank im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) Teil II.

Dieses ist sozusagen das Königsprogramm für Großprojekte für wirtschaftsnahe Infrastruktur – Schwerpunkt Tourismus. Neben den Kommunen stellte ein Unternehmen einen Direktantrag.

Die Hoffnung der Beteiligten ist groß, dass die Rhönprojekte im Förderausschuss guten Anklang finden und bereits Anfang 2027 erste Projektanträge gestellt und Fördermittel bewilligt werden können.

Konzept mit Kooperationspartnern erarbeitet

Parallel unterstützte Rhönforum-Geschäftsführerin Regina Filler die Projektträger und erarbeitete gemeinsam mit Kooperationspartnern ein vertiefendes Konzept zum Thema: „Ganzjahrestourismus Thüringer Rhön – Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Einklang”, dass die Verbindung und den Hintergrund für die Projekte bildet.

Unterstützt wurde sie hierbei durch die Wirtschaftsförderung des Landkreises Schmalkalden-Meiningen und des Wartburgkreises, durch die Rhön GmbH und die Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön.

Die Bandbreite der bislang vorgeschlagenen Projekte reicht von der Modernisierung und Erweiterung bestehender Angebote über die Entwicklung neuer touristischer Ortsmittelpunkte, Camping- und Freizeitangebote sowie multifunktionaler Einrichtungen bis hin zu den Themen Barrierefreiheit, Digitalisierung und nachhaltige Infrastruktur.

Die förderreifen Ideen kamen aus der Krayenberggemeinde, Vacha, Unterbreizbach, Geisa, Empfertshausen, Dermbach und Ortsteil Bernshausen, Kaltennordheim, Frankenheim und der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön.

Unterstützungsschreiben des Rhönforum e. V. gab es aktuell auch für zwei Vorhaben der Stadt Bad Salzungen. Zum einen geht es um die Modernisierung des SOLE-Reisemobilhafens und zum anderen um die Zufahrtsstraße zur Krayenburg. Auch hier werden dringend Fördermittel benötigt.

„Wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit der thüringischen Rhön langfristig sichern wollen, müssen wir jetzt investieren. Die vorliegenden Projektideen zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial unsere Region besitzt.

Unser Ziel ist es, in den kommenden drei Jahren mindestens 15 Millionen Euro zusätzlicher Investitionen in die touristische Infrastruktur der thüringischen Rhön auf den Weg zu bringen.

Davon profitieren nicht nur unsere Gäste, sondern auch die heimische Wirtschaft, das Gastgewerbe, unsere Vereine und letztlich die gesamte Region“, so der Vorsitzende des Rhönforum e. V., Martin Henkel.

Projekte im Überblick

Krayenberggemeinde

  • Thematischer Rundwanderweg (ca. 10 km) in der Kaliregion mit Points of Interest + Schnittpunkten zu regionalen Radwegen
  • Verbindung Dorndorf – Dietlas – Merkers mit Erlebnisbergwerk
  • Informationen zur Industriekultur Bergwerks-Geschichte und Strukturwandel

Stadt Vacha

  • Touristische Marktplatzgestaltung als Aufwertung des Familienwanderweges und der Radtourismusangebote
  • Qualitativ hochwertiger Wohnmobilstellplatz

Gemeinde Unterbreizbach

  • Thematischer Turm Ulsterberg (Bergbautradition und Geschichte)
  • Öffentlicher Sanitärinfrastruktur (Trenntoiletten mit Recycling) zur touristischen Ergänzung der Angebote Naherholungszentrum Unterbreizbach

Stadt Geisa

  • Sanierung und touristische Umnutzung des westlichen Schlossflügels Geisa
  • „ÜBERNACHTEN, NATUR & GESCHICHTE ERLEBEN“

Point Alpha Stiftung, Geisa

  • Erweiterung „Haus auf der Grenze“ für Gruppen, Seminare und neue Ausstellungsbereiche (und Bewirtungsmöglichkeit im Außenbereich)

Gemeinde Empfertshausen

  • Rhön-Aktiv-Treff – Multifunktionales Besucherzentrum mit Besuchertreff, Campingangebot, Veranstaltungsausstattung und Sportaktivteil

Gemeinde Dermbach

  • Zentraler Wandertreff zur Entspannung mit Klanggarten und Besucherlenkung
  • Sanierung Rhönklubhütte auf dem Gläserberg am Premiumwanderweg

Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön

  • Qualifizierung des Wanderwegenetzes Hohe Rhön
  • Besucherlenkung Entdeckerpfad Hohe Rhön mit weiteren Point of Interests und Rundwegeerschließung
  • in Frankenheim: Thematischer Rundweg zum Thema Grenzgeschichte
  • Stadt Kaltennordheim: Erweiterung des Familienwanderweges Schäferweg

Stiftung Naturschutz

  • Erlebnisbereich Grabenberg mit Grenzturm als Ausstellungsbereich + Besucherplattform (ehem. Grenze/Grünes Band – Nähe Dreiländereck Thüringen/Bayern/Hessen)

Familienhotel Rhönfeeling Dermbach – Ortsteil Bernshausen

  • Kapazitätserweiterung des Hotels mit Barrierearmut und
  • nachhaltiger Familientourismus-Infrastruktur
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