Kleine Naturschützer mit großer Wirkung – Neue Junior Ranger ausgezeichnet

Gastbeitrag von Lea Hohmann

Der Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. konnte nun schon zum zweiten Mal naturbegeisterte Kinder zu Junior Rangern auszeichnen: Kinder, die im vergangenen Jahr mitgeholfen haben, Krötenzäune zu stellen, Feuersalamanderlarven mit Wasser zu versorgen oder Lupinen auszustechen, erhielten ihre Ernennungsurkunden.

Im Rahmen des Junior Ranger Programms, das seit 2024 hier im Naturpark angeboten wird, treffen sich Naturpark-Ranger Amelie Nöth und Martina Faber einmal im Monat mit den Kindern, um sie für die heimischen Naturlandschaften und deren Besonderheiten zu sensibilisieren.

Und das gelingt bei jeder Veranstaltung, denn die Kinder sind mit großem Interesse und einem unstillbaren Wissensdurst dabei. „Ich fand es spannend, wieder vieles Neues über die Natur zu erfahren“, sagt Felix.

Die Mischung aus dem Vermitteln von Fachwissen einerseits und den Aktionen andererseits, bei denen die Kinder mit anpacken können, sorgt für kontinuierliche Abwechslung und auch zu der Gewissheit, dass etwas Wichtiges geleistet wurde.

„Mir hat das Lupinenstechen gut gefallen, weil man hier etwas zur Erhaltung der heimischen Pflanzen beigetragen hat“, freut sich Maxi, und Fiona findet es toll, „dass jeden Monat ein neues Thema in der Natur ansteht.“

So wurden etwa Niströhren für Steinkäuze ausgebracht, gleichzeitig Wissen über die Lebensweise dieser kleinen Eulen vermittelt.

Auch haben die Junior Ranger einen Schutzzaun um ein Waldameisennest gebaut, nicht ohne vorher zu erfahren, wie so ein Nest aufgebaut ist und wie ein Ameisenstaat funktioniert.

Außerdem bringen die Kinder zu jedem Treffen interessante Fundstücke mit: eine abgestreifte Schlangenhaut, einen besonderen Stein, einen großen uralten Zahn. Gemeinsam werden diese Dinge begutachtet und bestimmt.

Über das Junior-Ranger-Programm

Das Junior-Ranger-Programm wurde von den NNL (Nationale Naturlandschaften) aufgesetzt und wird deutschlandweit in etlichen Naturparks und Nationalparks angeboten. Die Zielsetzung lautet, die Kinder zu „Botschaftern der heimischen Natur“ auszubilden.

Sie sollen durch die Veranstaltungen einen sowohl kognitiven als auch emotionalen Zugang zu den jeweils vorkommenden Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensräume erhalten.

Während eines Schuljahrs bleibt die Gruppe zusammen, danach können die Kinder sich entscheiden, ob sie dabeibleiben wollen.

Natürlich soll auch die Gemeinschaft in der Gruppe nicht zu kurz kommen, und deshalb wurde die Übergabe der Urkunden an die neuen Junior Ranger in ein ausführliches Rahmenprogramm gebettet: mit einem Grillabend auch für die Familien der Kinder, einer Nachtwanderung zum Grenzturm und einer Übernachtung im Naturvermittlungshaus am Schwarzen Moor, schließlich mit einer Rallye am nächsten Morgen wurden die frisch ernannten und auch die langjährigen Junior Ranger in die Sommerferien entlassen.

Weitere Informationen zum Junior-Ranger-Programm finden sich auf der Homepage des Biosphärenreservats: www.biosphaerenreservat-rhoen.de.