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Gemeindepädagogischer Tag wird „Mit-Macher*Plus-Tag“

Unter dem Motto „Umgang mit Tod und Sterben – Tabuthema?!“ erlebten ehren- und hauptamtlich Engagierte aus Kirchgemeindekontexten des Kirchenkreises Bad Salzungen-Dermbach einen kreativen gemeinde- und religionspädagogisch gestalteten Workshop.

Gastbeitrag von Doris Gerhardt

Unter dem Motto „Umgang mit Tod und Sterben – Tabuthema?!“ erlebten ehren- und hauptamtlich Engagierte aus Kirchgemeindekontexten des Kirchenkreises Bad Salzungen-Dermbach einen kreativen gemeinde- und religionspädagogisch gestalteten Workshop.

Von 14 Uhr bis 17 Uhr trafen sich 15 Frauen und ein Mann im Gemeindezentrum Bad Salzungen, um Referentin Annett Chemnitz (Ausbildungsleitung der EKM für Gemeindepädagogik im Diakonischen Bildungsinstitut „Johannes Falk“ in Eisenach) zu erleben.

Anschaulich und inspirierend führte sie die Teilnehmenden durch den Nachmittag und gab ihnen dabei viele Möglichkeiten, eigene Erfahrungen und Erlebnisse einzubringen.

Im ersten Teil gab es viel theoretischen Input dazu, wie Kinder in den verschiedenen Entwicklungsphasen mit dem Thema Tod und dem Verlust eines Angehörigen umgehen und wie sie dabei angemessen begleitet und unterstützt werden können.

Diese Wissensvermittlung wurde immer wieder mit eigenem Erleben der Teilnehmenden ergänzt, sodass es schon da zu regem Austausch kam. Es war zu spüren, dass mit dem Thema sehr unterschiedlich umgegangen wurde und wird.

„Wenn man Tod und Sterben in einem Gemeindeabend oder einer Gruppen- bzw. Religionsstunde thematisieren möchte, muss man sich selbst einen Umgang mit dem Thema erarbeitet haben, um authentisch zu sein.

Das sei überhaupt das Wichtigste, wenn Kinder fragen, echt zu sein und das Kind mit seinen Fragen ernst zu nehmen. Kinder merken ganz genau, wenn Erwachsene das Thema schnell mit unüberlegten Aussagen beiseiteschieben wollen“, so Annett Chemnitz.

Nach diesem sehr gefüllten ersten Teil wurde zu einem liebevoll vorbereiteten „Kreativen Kaffeetrinken“ eingeladen. Es gab viel zu erzählen, auch noch einmal zu dem gerade Gehörten.

Im zweiten Teil des Nachmittages ging Frau Chemnitz auf ausgewählte Bücher zu Tod und Sterben ein. Sie hatte einige mitgebracht; die meisten waren im Medienzentrum Neudietendorf ausgeliehen.

Mit dem Hinweis, dass auch alle Anwesenden diese Ausleihmöglichkeit nutzen können, starteten die Teilnehmenden in eine weitere Austauschrunde.

Die Aufgabe war, ein Buch auszuwählen und immer zu zweit hineinzuschauen, kurz Bilder und Inhalt zu evaluieren, um dann im Plenum die jeweiligen Bücher vorzustellen.

Die Fragen: „Würden Sie das Buch nutzen, wenn ja, für welche Altersgruppe und wenn nein, warum nicht?“, sollten in der Vorstellung Platz finden.

Es war ein reger Austausch, an dessen Ende die Erkenntnis stand, dass nicht jedes Buch wirklich empfehlenswert in Bezug auf den Umgang mit dem Thema Tod und Sterben ist.

Zum Schluss stellte Frau Annett Chemnitz noch einige Stundenentwürfe und vorbereitete Themeneinheiten vor und als Material zum Mitnehmen bereit, welches sehr gerne entgegengenommen wurde.

„Ein sehr informativer und spannender Nachmittag“ und „Ich komme gerne beim nächsten Mal wieder“, waren nur einige der positiven Aussagen, mit denen Teilnehmende das 49. Treffen in dieser Form unter dem neuen Namen „Mit-Macher*Plus-Tag“ verließen.