Mitteilung des Dekanats Fulda
Ob freie Trauung, Event-Hochzeit oder der klassische Gang zum Standesamt: Die Möglichkeiten, den Bund fürs Leben zu schließen, sind in der Moderne vielfältiger denn je.
Dass dabei auch die traditionelle kirchliche Hochzeit Schritt hält, zeigte am Sonntag ein bemerkenswerter ökumenischer Schulterschluss auf der regionalen Hochzeitsmesse „Your Wedding Party“ in Fulda.
Unter den rund 70 Ausstellern im KARL Konzepthaus, die etwa 800 Besucher anlockten, präsentierten sich die katholische und die evangelische Kirche mit einem gemeinsamen Stand.
Die Organisatorinnen, Dekanatsreferentin Dorothea Coetsier-Fuhrmann und Pfarrerin Jana Koch-Zeißig, nutzten mit Hilfe von Pfarrer Klaus-Dieter Inerle und Vikar Lennart Haarmann die Plattform, um mit heiratswilligen Paaren ins Gespräch zu kommen und Vorurteile abzubauen.
Ihr zentrales Anliegen war es, Aufzuzeigen, dass eine kirchliche Trauung oder Segnung kein starres Korsett sein muss, sondern den heutigen Lebensrealitäten angepasst werden kann.
Sinnstiftendes Fundament statt reiner Event-Kultur
„Ein Fest lebt von der Liebe zum Detail, aber das Fundament legen die Paare in ihrem Herzen“, erklären die beiden Kirchenvertreterinnen mit Blick auf die vielen weltlichen Hochzeitsangebote.
Es sei ein zutiefst sinnvoller und schöner Schritt, das Versprechen von Liebe, Freundschaft und Partnerschaft ganz bewusst unter den Segen Gottes zu stellen.
Das Gesprächsangebot am Stand richtete sich dabei offen an alle Menschen – ganz gleich, wie eng der Kontakt zur eigenen Kirchengemeinde im Alltag momentan sein mag.
Die Begegnungen machten deutlich, dass beide Kirchen Brautpaaren im ökumenischen Geist partnerschaftlich zur Seite stehen.
Auf dem sicheren Fundament der jeweiligen kirchlichen Traditionen und Liturgien bietet die Vorbereitung auf die kirchliche Hochzeit eine verlässliche Orientierung und zugleich den Raum, den Gottesdienst feierlich, persönlich und zeitgemäß zu gestalten.
Erfolgreiche Bilanz und offene Gespräche
Das ökumenische Beratungsangebot kam bei den Messebesuchern gut an.
In Gesprächen konnten die katholische Dekanatsreferentin und die evangelischen Geistlichen bestehende Hürden abbauen und konkrete Hilfestellungen für die Vorbereitung des großen Tages geben.
Für die Kirchen in der Region Osthessen war die Präsenz auf der Messe ein Erfolg: Sie zeigte, dass der Wunsch nach einem tieferen, spirituellen Fundament für die gemeinsame Zukunft auch in einer von Konsum und Trends geprägten Hochzeitswelt einen festen Platz einnimmt.

