Mit Start der thüringischen Herbstferien kann es an diesem Wochenende wieder etwas voller auf den Straßen werden. Neben Pendlern und Wochenendausflüglern sind viele Autofahrer unterwegs, die das Wochenende für einen frühen Start in den Urlaub nutzen.
Herbstferien starten in Thüringen ab dem 12. Oktober. Trotz erhöhtem Verkehrsaufkommen rechnet der ADAC Hessen-Thüringen kaum mit großen Stauereignissen auf den Autobahnen.
Hier kann es stocken
Autofahrer sollten auf den Hauptreiseroutender A 4, A 9 und der A 71 sowie rund um die Stadtgebiete Erfurt, Jena und Weimar mit einer leicht erhöhten Staugefahr rechnen. Baustellenabschnitte können den Verkehr ebenfalls zeitweise beeinträchtigen.
Auf diesen Abschnitten kann es am Wochenende stocken:
- Großraum Erfurt
- A 4 Erfurt – Chemnitz
- A 9 Halle – Leipzig
- A 71 Erfurt – Sangerhausen
Mit der richtigen Planung gut ans Ziel
Mit erhöhtem Verkehrsaufkommen ist ab Freitagnachmittag, dem neunten Oktober sowie samstags morgens bis mittags (10. Oktober) zu rechnen.
„Wer kann, sollte die Urlaubsfahrt antizyklisch planen und nicht direkt zu Zeiten mit erhöhter Verkehrsbelastung losfahren. Wer am Wochenende fahren möchte, aber etwas flexibel ist, für den können Samstagabend oder der Sonntagvormittag gute Reisezeiten sein“, empfiehlt Lukas Berkel, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen.
Vor Reisebeginn sollten sich Autofahrer über die aktuelle Verkehrssituation auf der geplanten Route informieren. Wer Alternativrouten vorplant, kann zudem schneller auf Stauereignisse reagieren.
Für die Urlaubsfahrt sollte ausreichend Verpflegung eingepackt werden. Beschäftigungsideen für die Kinder machen die Reise für Groß und Klein ebenfalls entspannter.
Rettungsgasse als Lebensretter
Wer in einen Stau gerät, muss bereits bei stockendem Verkehr an die Rettungsgasse denken.
Stehen die Fahrzeuge im Stau erst einmal dicht an dicht, ist es nicht mehr möglich, den Einsatzkräften rechtzeitig Platz zu machen. Lebensrettende Hilfe kommt dann womöglich zu spät.
Und so geht die Rettungsgasse: Alle Fahrzeuge auf dem linken Fahrstreifen weichen nach links aus, alle Fahrzeuge auf den anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Der Standstreifen muss freibleiben.
Kommt es auf der Urlaubsfahrt zu längeren Störungen, zum Beispiel durch eine Vollsperrung sollten Autofahrer folgendes beachten:
- Aussteigen verboten: Außer zur Sicherung einer Unfallstelle ist das Verlassen des Fahrzeugs aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. Das gilt auch im Stau.
- Rückwärtsfahren und wenden tabu: Auf der Autobahn rückwärtszufahren oder zu wenden, ist verboten. Einzige Ausnahme: Die Polizei fordert die Autofahrer bei länger andauernden Vollsperrungen dazu auf.
- Standstreifen freihalten: Der Standstreifen ist für Pannenfahrzeuge reserviert. Wer ihn bei Stau benutzt, um den nächsten Rastplatz oder die nächste Autobahnausfahrt schneller zu erreichen, riskiert mindestens 75 Euro Verwarngeld und einen Punkt.
- Handy am Steuer: Ist der Motor weiterhin angeschaltet, dürfen Autofahrer auch im Stau weder mit Handy in der Hand telefonieren noch am Handy tippen.

