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Polizist mit Heimvorteil: Jörg Wenig übernimmt Verantwortung für Barchfeld-Immelborn

Nach Jahren im Streifendienst ist PHM Jörg Wenig nun als Kontaktbereichsbeamter vor Ort im Einsatz – bei seiner offiziellen Amtseinführung wurde die Bedeutung persönlicher Nähe zwischen Polizei und Bürgern deutlich.

Beitrag von Martin Veltum

Die Polizei bekommt vor Ort wieder ein Gesicht: Polizeihauptmeister Jörg Wenig ist offiziell als neuer Kontaktbereichsbeamter (KoBB) für Barchfeld-Immelborn im Amt.

Am Donnerstag wurde der 49-Jährige im Rahmen einer feierlichen Amtseinführung im Beisein zahlreicher Vertreter aus Polizei und Kommunalverwaltung begrüßt. Ein besonderer Moment für die Gemeinde, denn mit der Stellenbesetzung wird die polizeiliche Präsenz und der direkte Kontakt zu den Bürgern wieder gestärkt.

Bürgermeister Ralph Groß (CDU) hieß den neuen Kontaktbereichsbeamten herzlich willkommen. In seiner Begrüßung würdigte er die gute Kommunikation mit der Thüringer Landespolizei und unterstrich die Bedeutung der nun erfolgten Stellenbesetzung.

Ein verlässlicher Ansprechpartner vor Ort sei ein wichtiger Bestandteil für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Gerade die kurzen Wege, persönliche Gespräche und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Polizei seien von großem Wert.

Polizei soll vor Ort ansprechbar sein

Der Vizepräsident der Landespolizeidirektion Thüringen, Mirko Dalski, überbrachte die Grüße des Polizeipräsidenten. In seinen Ausführungen hob er die besondere Rolle der Kontaktbereichsbeamten hervor.

Sie seien weit mehr als eine sichtbare Präsenz in der Öffentlichkeit: Als Ansprechpartner und Problemlöser vor Ort bildeten sie eine wichtige Verbindung zwischen Polizei und Bevölkerung.

Vizepräsident Dalski blickt selbst auf mehr als vier Jahrzehnte Polizeidienst zurück. In dieser Zeit war er unter anderem in der Kriminalpolizei, im Bereich IT und Digitalisierung sowie bei bundesweiten Polizeiprojekten tätig.

Seine berufliche Erfahrung unterstreicht den Stellenwert einer bürgernahen und zugleich modernen Polizeiarbeit.

Der Leiter der Landespolizeiinspektion Suhl, Polizeidirektor Jörn Durst, ging insbesondere auf die örtlichen Besonderheiten des Kontaktbereichs Barchfeld-Immelborn ein.

Die Lage im Einzugsgebiet von Bad Salzungen, die Funktion als Durchfahrtsbereich und das hohe Verkehrsaufkommen stellten besondere Anforderungen an die polizeiliche Arbeit. Umso wichtiger seien persönliche Kontakte, eine gute Kommunikation und eine enge Vernetzung mit den Menschen vor Ort.

Polizeidirektor Durst würdigte zugleich die erfahrenen Kontaktbereichsbeamten in seinem Zuständigkeitsbereich. Neben fachlicher Kompetenz seien Kommunikationsfähigkeit und ein sicheres Gespür für die Menschen entscheidend.

Gerade im eigenen Wohn- und Lebensumfeld erfordere die Funktion ein besonderes Maß an Fingerspitzengefühl: Nähe zur Bevölkerung müsse mit der notwendigen professionellen Distanz und Neutralität verbunden werden.

Starkes Team für Sicherheit und Ordnung

Auch die Leiterin des Ordnungsamtes, Susanne Richter, zeigte sich erfreut über die Besetzung. Die Zusammenarbeit mit Jörg Wenig habe sich bereits bewährt. Beide Seiten verbinde der Anspruch, gemeinsam ein starkes Team für die Menschen, für Sicherheit und Ordnung in der Heimat zu bilden.

Jana Hesse überbrachte als Vertreterin des Personalrates der Landespolizeiinspektion Suhl die Grüße des Gremiums und wünschte dem neuen Kontaktbereichsbeamten viel Erfolg und eine glückliche Hand bei der Erfüllung seiner Aufgaben.

Besonders persönlich fiel die Würdigung durch Mandy Bruse, Erste Polizeihauptkommissarin und stellvertretende Leiterin der Polizeiinspektion Bad Salzungen, aus.

Sie bezeichnete Jörg Wenig als ihren Wunschkandidaten für die Aufgabe und hob dessen fachliche Kompetenz, Zuverlässigkeit und Loyalität hervor.

Zugleich konnte sie eine erfreuliche personelle Entwicklung vermelden: Durch die gute Zusammenarbeit mit der Landespolizeidirektion und der Landespolizeiinspektion Suhl seien inzwischen sämtliche sieben Kontaktbereiche planmäßig besetzt.

Alle neun dafür vorgesehenen Planstellen seien derzeit vollständig vergeben. Damit sei eine wichtige Grundlage für die kontinuierliche Betreuung der jeweiligen Regionen geschaffen.

Vom Handwerker und Bundeswehrsoldaten zum Polizeibeamten

Jörg Wenig ist in der Region kein Unbekannter. Der 49-Jährige stammt aus Breitungen und bringt insgesamt 16 Jahre Polizeidienst mit. Seit 2013 gehört er der Polizeiinspektion Bad Salzungen an, wo er überwiegend im Streifendienst eingesetzt war. Zuvor war er in der Einsatzunterstützung in Suhl tätig.

Sein beruflicher Weg zur Polizei verlief über Umwege. Zunächst erlernte Wenig den Beruf des Klempners. Anschließend verpflichtete er sich für zwölf Jahre bei der Bundeswehr, wo er zuletzt den Dienstgrad eines Oberfeldwebels innehatte. Danach entschied er sich für den Polizeiberuf.

Besonders die Arbeit draußen und der unmittelbare Kontakt mit den Menschen liegen ihm. Er sei gerne unterwegs, erklärte Wenig im Zusammenhang mit seiner neuen Aufgabe. Dennoch wird er auch persönlich im Rathaus in Barchfeld anzutreffen sein.

Auch privat ist der neue Kontaktbereichsbeamte eng mit seiner Heimat verbunden. Er engagiert sich bei der Freiwilligen Feuerwehr und in verschiedenen Vereinen seines Wohnortes, unter anderem in der Mundartgruppe des Rhönklubs. Zudem ist der Familienvater regelmäßig bei den Heimspielen der HSG Werratal anzutreffen.

Zuhören, vermitteln und Vertrauen schaffen

Die ersten Wochen seiner neuen Tätigkeit hat Jörg Wenig bereits genutzt, um sich persönlich in seinem Zuständigkeitsbereich vorzustellen und Kontakte zu knüpfen.

Genau darin liegt eine wesentliche Aufgabe des Kontaktbereichsdienstes: eine beständige Verbindung zwischen Polizei und Bevölkerung aufzubauen und zu pflegen.

Kontaktbereichsbeamte sind wichtige Bindeglieder zwischen den Polizeidienststellen, den Anwohnern, der Kommunalverwaltung, Unternehmen, Vereinen und weiteren Institutionen.

Sie stehen bei polizeilichen Anliegen als unmittelbare Ansprechpartner zur Verfügung. Durch ihre regelmäßige Präsenz sollen sie nicht nur zur Sicherheit beitragen, sondern auch Vertrauen schaffen und mögliche Probleme frühzeitig erkennen.

Für Barchfeld-Immelborn bedeutet die Amtseinführung damit mehr als eine abgeschlossene Personalentscheidung. Ein erfahrener Polizeibeamter, der die Region kennt und in ihr verwurzelt ist, übernimmt Verantwortung für den direkten Austausch mit den Bürgern.

Sprechzeiten und Erreichbarkeit

Jörg Wenig hat sein Büro im Rathaus in Barchfeld. Seine regelmäßige Sprechzeit ist dienstags von 14 bis 17 Uhr. Sollte er während dieser Zeit nicht persönlich im Büro anzutreffen sein, ist er unter der Telefonnummer 0152/22890414 erreichbar.

In dringenden Notfällen ist weiterhin der Polizeinotruf 110 zu wählen.