Holzbildhauersymposium im Freilandmuseum – Skulptur „Anisoptera“ findet Zuhause

Gastbeitrag von Patricia Linsenmeier

Im Mai vergangenen Jahres arbeiteten angehende Absolventinnen und Absolventen der Staatlichen Berufsfachschule für Holzbildhauer in Bischofsheim in der Rhön im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen eine Woche lang an ihren Werken.

An verschiedenen Standorten – im Freien und in historischen Hofstellen – entstanden aus alten Eichenbalken abstrakte und figürliche Skulpturen zum Thema „Körper“.

Die während des Symposiums geschaffenen Kunstwerke waren anschließend bis Saisonende im Museumsgelände zu sehen.

Die Schülerinnen Clara Lucia Urban und Johanna Jagusch erschufen gemeinsam eine überlebensgroße Skulptur einer Libelle: „Die Form der alten Eichenbalken eignete sich ideal für unsere Komposition“, erklären die beiden Künstlerinnen.

„Wir haben uns bei der Ausarbeitung des Korpus und der Flügel abgewechselt und dabei wunderbar ergänzt. Während des Symposiums wurde uns bewusst, wie harmonisch sich unser Werk in die Umgebung des Museums einfügt.“

Im Rahmen der Finissage am 21. Juni kam im gegenseitigen Austausch die Idee auf, eine Skulptur für das Freilandmuseum zu gewinnen.

Die damalige Museumsleiterin Ariane Weidlich betonte, dass im Rahmen des Projekts die Verbindung von Kunst und Kulturlandschaft besonders gut zur Geltung kam. Die Großlibelle „Anisoptera“ fand deshalb passend am Museumsweiher eine dauerhafte neue Heimat.

Maria Schwarz, die das Projekt betreuende Lehrkraft der Berufsfachschule, zeigt sich begeistert über den Verbleib des Kunstwerks: „Die Libelle ist wie für diesen Ort gemacht. Sie ist ein gelungenes Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit – sowohl zwischen den beiden Schülerinnen als auch zwischen dem Freilandmuseum und der Holzbildhauerschule.“

Auch Niklas Hertwig, seit Januar 2025 Museumsleiter im Freilandmuseum, pflichtet ihr bei: „Sowohl das Symposium als auch die Übernahme einer in diesem Rahmen entstandenen Holzskulptur, waren eine bereichernde Erfahrung für das Fladunger Freilandmuseum, die wir in der Zukunft gerne wiederholen möchten.“