Tierliebe Familien gesucht: Diese Katzen brauchen ein neues Zuhause

Schmusekatzen und Kuschelkater - Der Tierschutzverein Meiningen stellt in dieser Woche wieder seine Schützlinge vor. Wer einen der Vierbeiner kennenlernen möchte, kann gerne einen Termin im Tierheim am Rohrer Berg vereinbaren.

Erst kratzbürstig, jetzt charmant und anhänglich

Anfang Januar hatten wir an dieser Stelle bereits zwei bezaubernde Jungkatzen aus Schwickershausen vorgestellt (inzwischen haben Viktor und Cookie ein schönes Zuhause gefunden). Nun ist ein weiteres Katzenpärchen an der Reihe, das diesen beiden in Wesen und Optik fast bis aufs Haar gleicht: Püppi und Loki.

Und das hat seinen Grund. Denn es handelt sich tatsächlich um vier Geschwister, die im Sommer vorigen Jahres geboren wurden und in den letzten Monaten eine erstaunliche Wandlung durchmachten.

Der geborene wilde Wurf war anfangs so menschenscheu gewesen, dass auch ihr Aufenthalt in einer Pflegestelle des Meininger Tierschutzvereins kaum eine Annäherung brachte.

So kehrten die jungen Wildfänge schließlich an ihren Herkunftsort Schwickershausen zurück. Dort scheinen die vier attraktiven Tiere erkannt zu haben, dass die menschliche Betreuung, das Streicheln und Füttern, doch eine gute Sache war und so nahmen sie die Fürsorge einer Tierfreundin vor Ort dankbar an. Mit einem faszinierendem Ergebnis!

Vehement suchten die kleinen Strolche im Laufe der Wochen nach menschlicher Gesellschaft, ließen sich nicht nur füttern und zum Spielen animieren, sondern auch streicheln und sogar auf den Arm nehmen. So konnten bereits zwei der beiden Spätzünder – Viktor und Cookie – gut vermittelt werden.

Nunmehr sind auch ihre Geschwister – der Kater mit dem drolligen Namen Püppi und seine Schwester Loki - so weit, dass sie wunderbar mit Menschen klarkommen und deshalb ein eigenes Zuhause haben sollten.

Kater Püppi sieht fast genauso aus wie sein schon vermittelter Bruder Viktor. Auch Püppi besitzt dieses bemerkenswerte Fell, das fast schwarz und trotzdem in sich getigert ist.

Neben dem winzigen weißen Brustfleck hat ihm die Natur auch noch ein kleines weißes Herzchen am rechten Vorderbein mitgegeben. Schwester Loki wiederum ist wie die schon vermittelte Cookie ein schickes Schwarzfellchen.

Loki lässt sich von den Zweibeinern bereitwillig streicheln und hochnehmen, Püppi ebenso, auch wenn er es auf dem Arm nicht so lange aushält. Aber welche Katze ist schon ein Fan davon, ihre Selbstbestimmtheit aufzugeben und sei es nur für ein paar Minuten.

Püppi und Loki werden nun privat vermittelt, am besten gemeinsam. Es wäre den zwei Spätstartern sehr zu wünschen, dass sich ihr Wunsch nach einer Menschenfamilie möglichst bald erfüllt.

In ihrer momentanen Umgebung haben die beiden Freigänger es nicht so leicht. Andere dort ansässige Katzen jagen und verprügeln die beiden und lassen sie nicht zur Ruhe kommen.

Anfragen für die zwei hübschen Grabfeld-Miezen nimmt das Tierheim Rohrer Berg entgegen, Telefon 03693-478460, oder per Mail an tierschutzverein-meiningen@web.de.

Von der Scheunen- zur Hauskatze: July

Auch wenn July etwas erschrocken in die Kamera schaut, ist die etwa einjährige getigert-weiße Katze doch im Grunde ihres Herzens eine Schmusemaus.

Ursprünglich hatte sie als Streunerin in einer Scheune in Berkach gelebt und war vom Katzenschutzteam des Tierschutzvereins Meiningen kastriert worden.

Unterdessen stellte sich heraus, dass July zwar anfangs scheu und schüchtern ist, die Ängstlichkeit aber im Umgang mit den Menschen ablegt, sich gern streicheln lässt und das sogar sichtlich genießt. Möglicherweise hatte July schon früher Kontakt zu Zweibeinern oder sogar ein festes Zuhause.

Die zugängliche Mieze ist jetzt zur Pflege bei einer Tierfreundin aufgenommen worden und soll wieder die Chance auf ein eigenes Zuhause bekommen.

Einmal ist sie bereits geimpft, die Zweitimpfung folgt Anfang März. Gesucht wird für July ein liebevolles Zuhause in einer ruhigeren Gegend mit späterem Freigang.

Wer den Kontakt zu der hübschen Katzendame, die privat vermittelt wird, haben möchte, kann sich ans Tierheim Rohrer Berg wenden, Telefon 03693-478460 oder E-Mail-Adresse tierschutzverein-meiningen@web.de.

Aller guten Dinge sind drei – auch für Curry?

Es gibt auch unter den Fellnasen ausgesprochene Pechvögel. Ein solcher ist der entzückende Kater Curry, den der Tierschutzverein an dieser Stelle nicht zum ersten Mal vorstellt.

Der weiß-rote Prachtbursche kam im Herbst mit einer gebrochenen Hüfte in die Obhut des Meininger Tierschutzvereins, gefunden worden war er verletzt in Behrungen.

Die Tierheimmitarbeiter merkten schnell, dass sie den charismatischen Kater schon einmal gesehen hatten: Er war ein Jahr zuvor als Fundkater gemeldet, aber dann gar nicht im Tierheim abgegeben worden.

Nach seiner Genesung konnte der zahme, nette Freigänger glücklicherweise an eine Familie vermittelt werden. Wer nun hofft, dass Currys Pechsträhne damit ihr Ende fand, der irrt leider. In seinem neuen Zuhause traf Curry auf einen Kater, der rein gar nichts von dem Neuzugang hielt.

Es ist eben auch bei Tieren so, dass sie Sympathien oder Antipathien zu ihren Artgenossen entwickeln. Und während Curry im Katzenhaus des Tierheims mit den anderen Samtpfoten keine Probleme hatte, wurde der „Platzhirsch“ für den Behrunger Kater zu einem unüberwindlichen Hindernis.

Sämtliche Versuche, die beiden Tiere aneinander zu gewöhnen, schlugen fehl. Curry lebt in ständiger Angst vor Orion, der sich einen Spaß daraus macht und erst recht auf den ungeliebten Nebenbuhler losgeht.

Ist Frauchen im Raum, funktioniert es einigermaßen, aber wirklich entspannt ist die Stimmung nie. Schweren Herzens möchte die jetzige Besitzerin Curry daher an andere Katzenfreunde abgeben, die ihm ein Zuhause bieten können, indem er sich entspannt und wohlfühlt.

Curry muss durchaus nicht einzeln gehalten werden, da er ja den Umgang mit anderen Miezen gewohnt war. Ist bereits ein Tier vorhanden, sollte es aber nicht so dominant sein wie der offenbar furchteinflößende Orion.

Curry ist Freigang zwar gewohnt, er braucht ihn aber nicht. Im Gegenteil. Er reagiert ängstlich, zuckt sogar bei geschlossenem Fenster zusammen, wenn draußen Autos vorbeifahren. Möglicherweise hat das mit einem traumatischen Unfallerlebnis zu tun, bei dem er sich damals womöglich die Verletzungen zuzog.

Damit Curry nicht noch einmal ins Tierheim ziehen muss, könnte er bis zur (privaten) Vermittlung bei der jetzigen Besitzerin bleiben. Wer Curry seine Zuneigung schenken und aus seiner misslichen Lage herausholen will, sollte sich möglichst rasch im Tierheim Rohrer Berg melden, Telefon 03693-478460 oder Mailkontakt tierschutzverein-meiningen@web.de.