Mitteilung des Bistums Fulda
Für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Myanmar hat das Bistum Fulda aus seinem Katastrophenfonds 15.000 Euro Soforthilfe bereitgestellt.
Die Hilfe aus dem Bistum Fulda soll über das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, „Caritas international“, schnell und unbürokratisch zu den Menschen kommen, die sich unmittelbar in Not befinden, deren Häuser und Wohnungen in Trümmern liegen und die jeden Tag ums Überleben ringen.
In beiden Ländern sind Menschenleben in Gefahr, und es muss schnell reagiert und Hilfe möglich gemacht werden. Die Unterstützung dient dazu, den Betroffenen in dieser kritischen Phase nach dem Beben beizustehen.
Menschen in Not
Das schwere Erdbeben in Myanmar und Thailand war das schlimmste Beben in der Region seit Jahrzehnten. Die Zahl der Todesopfer ist inzwischen auf mehr als 2.000 gestiegen, die Hoffnung, unter den Trümmern noch Überlebende zu finden, schwindet zunehmend. Tausende Menschen sind verletzt und viele werden noch vermisst.
„Caritas international“ hat bereits am Freitag 100.000 Euro als erste Soforthilfe für die Opfer des Erdbebens in Myanmar bereit. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen werden nun rasch erste Hilfsmaßnahmen für die betroffene Bevölkerung gestartet.
Die Menschen benötigen insbesondere dringend Zugang zu sauberem Trinkwasser, medizinischer Versorgung, Nahrungsmitteln und sicheren Notunterkünften.
Schwere Schäden
Ein Beben der Stärke 7,7 erschütterte am 26. März zentrale Landesteile Myanmars, insbesondere die Regionen Sagaing und Mandalay. Es kam zu schweren Schäden an Infrastruktur: Brücken, Straßen, Gebäude, Pagoden sowie der Internationale Flughafen von Mandalay wurden beschädigt.
In Mandalay zeugen eingestürzte Gebäude und Trümmer auf den Straßen vom Ausmaß der Zerstörung. Offizielle Zahlen zu Verletzten und Todesopfern liegen bislang nicht vor. Die Kommunikationsinfrastruktur ist weiterhin gestört – viele Menschen sind von ihren Familien abgeschnitten, zahlreiche Personen gelten als vermisst.
Bereits vor dem Erdbeben war Myanmar eines der am stärksten von Krisen geprägten Länder Südostasiens, schreibt Caritas international. Nach dem verstärkten Aufflammen der seit 2021 bestehenden bewaffneten Kämpfe leben laut dem Hilfswerk mehr als 3,5 Millionen Menschen als Binnenvertriebene.
„Die humanitäre Lage spitzt sich nun dramatisch zu“, heißt es in einer Pressemitteilung von Caritas international.
Das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes unterstützt die lokale Organisation Karuna Mission Social Solidarity (KMSS) seit dem Ausbruch des Konflikts 2021 durch verschiedene Hilfsprogramme.
Die KMSS wurde von der katholischen Bischofskonferenz von Myanmar gegründet und setzt sich für die Unterstützung der Armen und Bedürftigen ein.
Die nun gestartete Erdbebenhilfe ergänzt laufende Maßnahmen, insbesondere zum Schutz und zur Unterstützung besonders verletzlicher Gruppen wie Menschen mit Behinderung, Frauen und Kinder.
Spendenkonto
Die Hilfsgelder aus dem Bistum Fulda gehen direkt an Caritas international. Wer die Arbeit des Hilfswerks des Deutschen Caritasverbandes unterstützten möchte kann auch direkt spenden an:
Caritas international
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe