Gastbeitrag der Altenheimseelsorge Bistum Fulda
Das Bistum Fulda war Ende Januar bei der diesjährigen dreitägigen Bundesarbeitskonferenz Altenpastoral im Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt vertreten.
Die Konferenz rückte zentrale Themen der Seniorenarbeit in den Mittelpunkt: Demenz und spirituelle Begleitung, Veränderungen in der Bestattungskultur, Ageismus, Einsamkeit, Übergänge in der AltenPflegePastoral sowie Konzepte der „Caring Community“ und Angebote unter dem Leitmotiv „Die Seele berühren“.
Im Zentrum der Fachtagung stand die Frage „Was gibt dir Kraft? Annäherungen zu Spiritualität und Spiritual Care im Kontext der AltenPflegePastoral“.
Die Referentinnen Professorin Dr. Lydia Maidl und Dr. Beate Mayr beleuchteten die spirituellen Bedürfnisse älterer Menschen und stellten Modelle der Spiritual Care aus theologischer und pflegewissenschaftlicher Perspektive vor.
Workshops vertieften diese Themen, unter anderem zu Spiritualität im hohen Alter und bei Menschen mit Demenz.
Zum Abschluss wurden zudem Berichte aus dem Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz sowie Perspektiven aus den überdiözesanen Arbeitsgemeinschaften ausgetauscht.
Neue Kampagne „Respekt kennt kein Alter!“ vorgestellt
Ein besonderer Programmpunkt war die Präsentation der neuen bundesweiten Kampagne „Respekt kennt kein Alter!“, die 2026 startet. Ziel ist es, für eine gerechte und inklusive Gesellschaft zu sensibilisieren und positive Altersbilder zu stärken.
Ulrike Kütscher, Monika Baur und Johannes Braun, Leiter des Diözesanbüros und Bildungsreferent für Intergenerationelle Arbeit in der Erzdiözese Freiburg, erklärten: „Jeder Mensch sollte unabhängig von der Zahl der gelebten Jahre respektiert und wertgeschätzt werden. Wir möchten Menschen generationenübergreifend ins Gespräch bringen.“
Der offizielle Kampagnenstart ist für Ende April – zum Europäischen Tag der Solidarität zwischen den Generationen – geplant (www.forum-aelterwerden.de/kampagne).
Bistum Fulda stärkt bundesweite Vernetzung
Das Bistum Fulda brachte eigene kreative Impulse – darunter „Elvis im Altenheim“ und „Weisheit im Alter“ – aktiv in den Austausch ein. Besonders intensiv waren die Gespräche mit den Erzbistümern Freiburg und Köln, die an einer engeren Zusammenarbeit im Bereich AltenPflegePastoral interessiert sind.
Diakon Dr. mult. Meins G.S. Coetsier, Delegierter des Bistums im Bundesforum Katholische Seniorenarbeit und Koordinator der Altenheimseelsorge im Dekanat Fulda, überreichte als Zeichen der Verbundenheit die im Bistum produzierte CD von und für ältere Menschen mit dem Titel „Von Herz zu Herz“ sowie den Laurentiusbrief 2026 „Weisheit Suchen“ an Diözesanbüroleiter Braun der Erzdiözese.
Beide Veröffentlichungen stehen für eine Haltung, die er mit den Worten beschreibt: „Respekt kennt kein Alter – aber er braucht Herz und Weisheit.“
Weiterentwicklung: pastoral, wissenschaftlich und musikalisch-diakonisch
Das Bistum Fulda möchte mit diesem Engagement auch künftig eine aktive Rolle in der bundesweiten Weiterentwicklung der Altenpastoral wahrnehmen und stärken.
Dr. Coetsier führt die erfolgreiche Seniorenarbeit des in den Ruhestand gehenden Dezernenten Dr. Andreas Ruffing auf Bundesebene fort und setzt weitere neue Impulse – pastoral, wissenschaftlich und musikalisch-diakonisch –, um die Altenheimseelsorge im Bistum Fulda zukunftsorientiert auszubauen.
Die Gespräche im Rahmen der Bundesarbeitskonferenz sowie der Gottesdienst und der Austausch mit Weihbischof em. Ulrich Boom (Würzburg), Beauftragter der Pastoralkommission für die Seniorenpastoral, stärkten die Vernetzung, förderten den fachlichen Austausch und unterstützten eine Seelsorge, die ältere Menschen in ihrer Würde, Spiritualität und Lebenswirklichkeit auch heute ernst nimmt.














