„Hutebäume in der Rhön“ – Vortrag mit Fiona Purucker & Lilian Kleiner jetzt online anschauen

Hutebäume sind ein kulturhistorisch und ökologisch bedeutendes Element der Rhön. Im Rahmen der Vortragsreihe „In der Rhön – für die Rhön“ präsentierten die beiden Studierenden Fiona Purucker und Lilian Kleiner neue Erkenntnisse aus ihren Abschlussarbeiten zu Hutebäumen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön.

Wer den Vortrag verpasst hat, kann ihn sich jetzt online ansehen.

Die Weidewirtschaft in der Rhön hat sich seit dem 20. Jahrhundert drastisch verändert. Sie reicht von reiner Hütewirtschaft auf gemeinschaftlich genutzten Hutungen, über Privatisierung und Weideverordnungen bis hin zur Einrichtung von Jungviehweiden.

Als Relikte jahrhundertealter Weidewirtschaft prägen die oft sehr alten und bizarr aussehenden Hutebäume bis heute das typische Landschaftsbild der Rhön.

Doch Hutebäume sind nicht nur ein kulturhistorisch bedeutendes Element der Rhön, sondern auch ökologisch äußerst wertvoll. Mit ihren Rissen und Spalten, knollenförmigen Verwachsungen und verschiedenen Höhlentypen, bieten sie zahlreichen Tieren, Moosen und Flechten potenzielle Lebensräume.

Dank ihrer markanten Wuchsform eignen sich Hutebäume auch besonders als Objekte für ein bürgerwissenschaftliches Kartierungsprojekt.

Denn trotz ihrer Bedeutung gibt es Wissenslücken darüber, wie viele Hutebäume es in der Rhön gibt, wo sie sich befinden und in welchem Zustand sie sind.

Einmal mehr zeigt sich, dass bürgerwissenschaftliche Projekte nicht nur qualitativ hochwertige Daten liefern, sondern sich auch in vielerlei Hinsicht als Mehrwert für die Teilnehmenden erweisen.

Die Aufzeichnung der Online-Veranstaltung finden Sie unter: 

Referentinnen und Abschlussarbeiten

  • Fiona Purucker, Masterarbeit „Wo die Wetterbuchen stehen - Kulturgeschichtliche und naturschutzfachliche Bedeutung der Hutebuchen der Hohen Rhön sowie Perspektiven zu deren Erhalt am Beispiel von Hutungen zweier Gemeinden im Oberen Ulstertal“, Hochschule Neubrandenburg
  • Lilian Kleiner, Bachelorarbeit „Citizen Science im Naturschutz: Chancen und Grenzen eines bürgerwissenschaftlichen Projekts zur Erfassung von Hutebäumen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön“, Philipps-Universität Marburg