Irmgard Knef zu Gast – Ausverkaufter Kulturabend im Hünfelder Rathaus

Gastbeitrag von Philipp Weber

Ein ausverkaufter Rathaussaal, ein bestens gelauntes Publikum und eine Kunstfigur, die scheinbar mühelos zwischen Humor, Melancholie und musikalischem Können wechselte: Ulrich Heissig präsentierte in Hünfeld seine bekannte Bühnenfigur Irmgard Knef, die fiktive jüngere Zwillingsschwester der weltberühmten Hildegard Knef.

Irmgard Knef, laut eigener Aussage nicht weniger talentiert als ihre berühmte Schwester, aber zeitlebens unterschätzt, führte das Publikum mit Chansons, swingenden und jazzigen Einlagen sowie einem augenzwinkernden Blick auf ihre 100 Lebensjahre durch einen außergewöhnlichen Abend.

Trotz ihrer betagten Erscheinung hat sich die Figur ihre Schnoddrigkeit, Humorlosigkeit im besten Sinne und eine charmante Portion Bosheit bewahrt.

Klassiker ihrer Schwester interpretiert sie mit neuen, humorvollen Texten – darunter auch „Und runter ging’s den Bach“.

Unterstützt wurde die Darstellung durch „Rommel“, ein Fuchsfell, das laut Irmgard einst von ihrer Schwester auf dem Schwarzmarkt erworben wurde und sie heute als eine Art Maskottchen begleitet.

Der unerwartete „Familienzuwachs“ ist selbstverständlich Teil der rein fiktiven Welt, die Ulrich Michael Heissig als Autor und Schauspieler geschaffen hat.

Die lebendige, authentisch wirkende Darstellung begeisterte das Publikum, das am Ende nicht nur Irmgards 100. Geburtstag feierte, sondern vor allem die herausragende Performance Heissigs.

So geht’s weiter: Der Kulturabend mit Harald Krüger am Dienstag, 10. Februar, ist ausverkauft. Für die Kulturabende mit Leni & Susan am 10. März und Anabelle Hund am 24. April sind noch Tickets unter www.pretix.eu/huenfeld erhältlich.

Infos und Links gibt’s auf www.huenfeld.de und in der Hünfeld-App.