LEADER „Henneberger Land“: Zahl der Anträge gestiegen

Gastbeitrag von Birgitt Schunk

Die Ideen für interessante Vorhaben auf dem Lande gehen nicht aus. Auch für 2026 haben wieder kommunale und private Antragsteller neue Projekte beantragt.

Sie alle bewerben sich bei der Regionalen Aktionsgruppe (RAG) LEADER „Henneberger Land“ e.V. um eine finanzielle Unterstützung. Immerhin ist eine Förderung in Höhe von 65 Prozent möglich.

Private Antragsteller können dabei maximal 50.000 Euro erhalten, für Kommunen sind es bis zu 100.000 Euro. „Das ist schon eine große Hausnummer, die Akteure gerne nutzen wollen“, sagt RAG-Regionalmanagerin Manuela Sbeih.

Sie alle vereint das Ziel, den ländlichen Raum zu stärken. Für das kommende Jahr gibt es 28 Anträge - 19 kommen aus dem privaten und neun aus dem kommunalen Bereich. Das sind mehr Vorhaben als im Vorjahr beantragt wurden – da waren es insgesamt 15 Anträge.

Und weil die Zahl recht hoch ist, gibt es zwei Vorstellungsrunden. Und so konnten bereits im November in Walldorf alle privaten Akteure dem Gesamtvorstand der RAG ihre Projekte präsentieren.

Eine analoge Runde wird es am 27. Januar 2026 für die kommunalen Antragsteller ebenso in Walldorf geben. „Dann werden die anwesenden Mitglieder des Gesamtvorstandes für alle Vorhaben auch ein Ranking aufstellen“, sagt Felix Jacob Winkel, der Vereinsvorsitzende.

Die Projekte werden also bewertet, um zu sehen, welche Ideen am besten die Kriterien der Regionalen Entwicklungsstrategie erfüllen.

„Wir können heute schon sagen, dass bei den geplanten Vorhaben die gesamten Themen, die uns wichtig sind, abgedeckt werden und die gesamte Region zudem gut vertreten ist“.

So geht es um Bildung, Tourismus, Kultur, Spielplätze, Sport, Zusammenhalt und Gemeinschaft. Der Einzugsbereich der Regionalen Aktionsgruppe (RAG) LEADER „Henneberger Land“ e.V. umfasst den Landkreis Schmalkalden-Meiningen und die ländlichen Ortsteile der Stadt Suhl.

In Gehlberg – einem Ortsteil von Suhl – soll beispielsweise ein Haus mitten in der Natur durch eine Aufstockung einen multifunktionalen Yoga- und Therapieraum erhalten, in dem auch Schulungen möglich sein sollen.

Andere Akteure planen eine barrierefreie Erlebnis-Ferienwohnung am Werraufer mit Assistenzleistungen - zudem soll eine Scheune zum Vereinsdomizil hergerichtet werden.

Und auch für Fitness, Sport und Beweglichkeit soll es neue Angebote geben. Zur Steigerung der individuellen Mobilität und Stärkung der sozialen Teilhabe im ländlichen Raum sind Bürger-Kleinbusse geplant.

Bei der Vorbereitung und Antragstellung gibt es immer wieder Unterstützung für die Akteure über die Regionale Aktionsgruppe (RAG) LEADER „Henneberger Land“ e.V..

Allein 2025 wurden bis Mitte Dezember über 100 Gespräche und Beratungen mit den Antragstellern geführt – so die Bilanz des LEADER-Managements in Walldorf.