Neues Prinzenpaar in der Narrenhochburg Grüsselbach

Gastbeitrag von Winfried Möller

70 Jahre und kein bisschen leise ist der im Jahre 1956 gegründete Karneval-Verein-Grüsselbach (KVG). So machte die „Narrenhochburg Grüsselbach“ ihrem Namen wieder alle Ehre. Die Aktiven hatten in der Narrhalla DGH alles aufgeboten, damit kein Auge trocken blieb.

Tänzerisches Können und Show-Elemente boten die Grüsselbacher Garden, sowie die der beiden Gastvereine aus Eiterfeld und Großentaft.

Eine Neuerung war, dass zu den vier bestehenden Garden auch die allerjüngsten als „Perlengarde“ einen Platz in der Grüsselbacher Fastnacht haben.

Mit 35 Elferratsmitgliedern, 52 Personen in den Garden und 34 Aktiven des Trommel- und Fanfarenzugs brachte der KVG 121 Aktive auf die Bühne, die eigentlich für die Narrenmenge zu klein war. Auf 70 Jahre KVG könne Grüsselbach stolz sein, so Präsident Matthias Förster.

Bis auf die Coronazeit, bei der man Online-Fremdensitzungen durchgeführt habe, seien bei den Fremdensitzungen jedes Jahr Prinzenpaare gefunden worden, hätten Tanzabende stattgefunden und sei der Rosenmontagszug ein Highlight gewesen.

Der Präsident bedankte sich bei Allen, die in den sieben Jahrzehnten als Aktive, Helfende und natürlich als Besucher an den Veranstaltungen teilgenommen haben.

Fünfzehn Punkte bis zur Inthronisierung des neuen Prinzenpaares umfasste das Programm, das von Christoph Schreiber pointiert und mit witzig verbindenden Worten moderiert wurde.

So zeigte schon die Perlengarde (Johanna Gollbach, Ava Grosch, Alia Hainich, Elli Röder, Elsa Thornagel, Pina Wingenfeld, Clara Zier, Trainerin Svenja Hainich), dass sich der KVG keine Sorgen um Nachwuchsshowtalente machen muss.

Zwischen den einzelnen Sketchen, dem Liedbeitrag, dem Rückblick auf 70 Jahre und der Ehrung zeigten die Minigarde (Emma und Martha Budenz, Frida Hohmann, Marie Ibert, Marina Mohr, Arya Lou Piatek, Marie Rehberg, Lene Sauerbier, Maya Schauer, Greta Wingenfeld, Emma und Eva Thornagel, Trainerinnen Antonia Spiegel, Frieda Jansohn), Teeniegarde (Anna-Marie Arnold, Leonie Bock, Mariann Bohlen, Nele Fladung, Lilly Gombert, Jana Mohr, Emma Müller, Carla Pomnitz, Maja Rudolph, Trainerinnen Tabea und Daria Gollbach, Maria Helmke), Junggarde (Hannah Becker, Marla Bohlen, Anna Budenz, Jana Reinhard, Laura und Marie Sauerbrey, Mia Schmitt, Stina Titze, Ella und Mia Weber, Celina Wieber, Trainerinnen Celina Abel, Larissa Gollbach) und Prinzengarde (Celina Abel, Marie und Sarah Budenz, Daria, Larissa und Tabea Gollbach, Marie und Sarah Helmke, Charleen Herget, Frieda Jansohn, Juliane Rathmann, Antonia Spiegel, Marie-Luise Witzel, Trainerinnen Pauline Heine, Sophia Uth), dass Gardetänze eine Augenweide und mit ihren Variationen herausfordernd sind.

Raymond Walk hatte es sich zur Aufgabe gemacht im Vorfeld der Fremdensitzung die Grüsselbacher zu interviewen. Das einhellige Votum war, dass alle Grüsselbacher und sogar die „Zugereisten“ sich Grüsselbach nicht ohne Fastnacht vorstellen können und so manche Anekdote kam dabei in Erinnerung.

Viel Beifall erhielt „Die Selbsthilfegruppe“ (Noah-Gabriel Hahn, Hernry und Lilly Gombert, Lennox Ritz) bei der die vier Youngster ihr närrisches Talent zeigten.

Witzig pointiert traten die sieben „Frohleins“ (Petra Antonoff, Ilona Burkardt, Elisabeth Heller, Mechtild Leden, Michaela Pralle, Stephanie Schreiber, Doris Walk) auf.

Die Frauengruppe ist ein Dauergast bei den Fremdensitzungen, die für rechte Heiterkeit sorgen. Trotz Rollator noch schön karnevalistisch fit waren die Seniorinnen und der Senior in der Seniorenresidenz Grüsselbach Andrea und Frank Gollbach, Elke Gombert, Alexandra Witzel), versorgt von Pflege Mobile Gollbach.

Für einen witzigen, gesanglichen Ausblick auf Ereignisse in und rund um Grüsselbach stehen die Grüsselbacher Hofburgspatzen (Frank Gollbach, Bernd Heller, Raymond und Volker Walk).

Mit einem Sketch war der Elferrat mit von der Partie. Ganz selbstverständliche gehören als Gastvereine der EVC-Eiterfeld mit Prinzenpaar, Jungprinzenpaar , Tanz der Tanzmariechen, Rote Funken (Gardetanz) und Gefolge, sowie der FCK Großentaft mit Prinzenpaar, Gefolge, Bluestars (Gardetanz) und Stardusts (Showtanz) zur KVG-Fremdensitzung.

Nach der Fremdensitzung wurde mit Spannung die Inthronisation erwartet. Der Trommel- und Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Rasdorf kündigte den Höhepunkt an. Zuvor wurde das letztjährige Prinzenpaar gebührend verabschiedet.

Mit Spannung wurde Ausschau gehalten, wer denn wohl im Saal fehlt. Auch im vorgefahrenen Prinzenauto war niemand zu finden. Das Geheimnis wurde gelüftet als die Fastnachtsaktivistin Pauline und Philipp Heine die Bühne betraten.

Als Seine Tollität Prinz Philipp I. von Ostwestfalia, Pirsch und Natur Ihre Lieblichkeit Prinzessin Pauline I. von Oberdorf und Tanzkultur (Philipp und Pauline Heine), werde sie in der Kampagne 2026/27 die Narren in Grüsselbach führen.