Aktuell wird in der Hauptverwaltung der Überlandwerk Rhön GmbH kräftig saniert. Im Nebengebäude der Lehrwerkstatt kommen alte Böden raus und Wände weg. Platz für neue Büroräume soll entstehen.
Bis vergangene Woche war daran nichts ungewöhnlich. Beim Entfernen einer Wand jedoch machte man eine unglaubliche Entdeckung: Eine grüne Flasche lag versteckt im Gebälk.
Auf dem Social-Media-Kanälen berichtet die Überlandwerk Rhön GmbH: „Neugierig wurde sie geöffnet. Darin: ein Brief. Datum: 1. November 1949.“
Die Flaschenpost aus der Nachkriegszeit wurde von der Maler- und Verputzfirma Oskar Thomas aus Mellrichstadt hinterlassen. Darin stehen auch die Namen der Handwerker, die damals auf der Baustelle tätig waren: Heini Thomas (Mellrichstadt), Heinrich Karl (Bastheim), Hans Hippmann (Mellrichstadt), Friedrich Fleckenstein (Nordheim Rhön), Julian Werner (Stockheim), Heinrich Hoch (Eußenhausen) und Anton Herold (Stockheim).
Besonders berührt hat die heutigen Finder dieser Satz im Brief: „Sollte sich später der Zettel einmal finden, so möchte derjenige einen dieser Leute benachrichtigen, falls sie noch leben.“
„Über 75 Jahre später halten wir diese Zeilen in den Händen. Die Männer selbst leben vermutlich nicht mehr – aber vielleicht ihre Geschichten. Vielleicht ihre Familien“, so das Stromversorgungsunternehmen aus Mellrichstadt.
Auf Facebook und Instagram bittet die Überlandwerk Rhön GmbH um Mithilfe: „Kennt Ihr einen dieser Namen? Seid Ihr Nachkommen, Verwandte oder habt Ihr Hinweise? Dann meldet Euch gerne bei uns – wir würden diese Geschichte unglaublich gerne weitertragen.“
Die Überlandwerk Rhön GmbH erreicht man auf ihren Social-Media-Kanälen oder per Mail an info@uew-rhoen.de.
„Manchmal braucht es nur eine Flasche, um Vergangenheit und Gegenwart zu verbinden. Wir sind gespannt und halten Euch über unsere Detektivarbeit auf dem Laufenden“, heißt es hoffnungsvoll.



