Achtung: Betrüger rufen an! – Polizei warnt vor falschen Bankmitarbeitern

In den letzten beiden Wochen wurden mehrere Senioren aus Unterfranken und der Bayerischen Rhön von angeblichen Mitarbeitern der Sparkasse angerufen.

Innerhalb kurzer Zeit übergaben die Geschädigten ihre EC-Karten und die dazugehörige PIN. Der Gesamtschaden beläuft sich mittlerweile auf mehrere Tausend Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt und warnt die Bevölkerung vor dieser perfiden Masche.

Wie gehen die Täter vor?

Die Täter agieren häufig in Form von sogenannten „Fake-Anrufen“, bei denen sie sich als Mitarbeiter einer Sparkasse oder einer anderen Bank ausgeben.

In den aktuellen Fällen kontaktieren die Betrüger lebensältere Menschen zunächst telefonisch und behaupten, es gäbe einen Verdacht auf eine betrügerische Abbuchung auf dem Konto des Opfers, etwa durch eine angebliche Onlinebestellung. Um die Situation zu klären, wird eine „Mitarbeiterin“ zur Überprüfung der EC-Karte geschickt.

In der Regel wird dem Opfer auch versichert, dass es sich um eine routinemäßige Maßnahme handelt, um Fingerabdrücke auf der Karte zu prüfen.

In den aktuellen Fällen übergaben die Rentner ihre EC-Karte sowie die dazugehörige PIN. Die angebliche Mitarbeiterin nahm beides an sich und flüchtete. In der Folge konnte die Unbekannte damit auf das Konto der Geschädigten zugreifen und unerlaubt mehrere Tausend Euro abheben.

Bei ähnlichen Betrugsversuchen in der Vergangenheit kam es bereits zu einem besonders dreisten Vorgehen der Täter. Nachdem die Angerufenen den Betrugsversuch erkannt und aufgelegt hatten, versuchten die Täter kurze Zeit später erneut, die Opfer zu erreichen.

Diesmal gaben sie sich als Polizeibeamte aus und erklärten, dass es sich bei dem vorherigen Anruf um einen betrügerischen Versuch gehandelt habe, der nun von der Polizei aufgeklärt werde. Um ihre Wertsachen zu schützen, wurde den Opfern erklärt, dass die Polizei diese sicher verwahren müsse.

In der Folge erschienen die Täter bei den Opfern, um die angeblich zu sichernden Wertsachen abzuholen. Unter dem Vorwand, eine sichere Aufbewahrung zu gewährleisten, nahmen sie Schmuck, Bargeld und andere Wertgegenstände entgegen und verschwanden daraufhin mit der Beute.

Wo haben die Täter bereits zugeschlagen?

Nach mehreren Fällen im Raum Schweinfurt am 26. Januar ist es unter anderem auch am Mittwoch auch zu einem für die Täter erfolgreichen Fall in Röllbach im Landkreis Miltenberg gekommen. In allen Fällen hat die Kripo Würzburg die Ermittlungen übernommen.

Wer sachdienliche Hinweise geben kann wird dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 mit der Kriminalpolizei Würzburg in Verbindung zu setzten, welche als Zentralstelle für Callcenterbetrug die Ermittlungen übernommen hat.

In diesem Zusammen weißt die Polizei auf folgendes hin:

Geben Sie niemals Ihre PIN an Dritte weiter — weder telefonisch noch persönlich. Bankmitarbeitende werden niemals nach Ihrer PIN fragen.

Übergeben Sie Ihre EC‑/Kreditkarte nicht an unbekannte Personen.

Prüfen Sie die Identität von Anruferinnen und Anrufern: Legen Sie auf und rufen Sie die Bank unter der offiziellen Nummer zurück. Verwenden Sie niemals eine vom Anrufer angegebene Rückrufnummer.

Sperren Sie bei Verlust oder Verdacht sofort Ihre Karte und informieren Sie Ihre Bank. Viele Banken bieten eine Sperrnummer oder eine App‑Sperre an.

Sprechen Sie mit älteren Angehörigen regelmäßig über solche Betrugsformen und vereinbaren Sie im Voraus, wie im Verdachtsfall vorzugehen ist (z. B. Rückruf bei vertrauter Nummer, Einbeziehen von Familienmitgliedern).