Gastbeitrag von Kathrin Hill
Der Winter 2025/2026 stellt den kommunalen Winterdienst der Stadt Vacha vor besondere Herausforderungen. Seit Anfang Dezember befindet sich der städtische Bauhof nahezu im Dauereinsatz, um die Verkehrssicherheit im gesamten Stadtgebiet bestmöglich zu gewährleisten.
Häufige Temperaturschwankungen um den Gefrierpunkt, wiederkehrender Schneefall, Eisregen sowie Tau- und Gefrierphasen führen immer wieder zu gefährlichen Glätte- und Schneesituationen.
Besonders in den höher gelegenen Ortsteilen wie Wölferbütt und Rodenberg war ein nahezu permanenter Streu- und Räumdienst erforderlich.
In den letzten beiden Januarwochen zeigte sich der Winter im gesamten Stadtgebiet von seiner intensiven Seite: Schneehöhen von bis zu 20 Zentimetern sowie ausgeprägte Temperaturschwankungen stellen eine große Herausforderung für unseren Bauhof dar.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit großem Engagement und unter teils erschwerten Bedingungen unermüdlich im Einsatz, um die Straßen und öffentlichen Grundstücke zu Räumen.
Eine zusätzliche Herausforderung stellte die deutschlandweit angespannte Versorgungslage mit Streusalz dar. Während in einem durchschnittlichen Winter im gesamten Stadtgebiet etwa 50 bis 60 Tonnen benötigt werden, mussten in dieser Saison bereits rund 112 Tonnen beschafft werden.
Zeitweise war das städtische Streusalzlager nahezu leer, und auf dem Markt standen kaum Liefermengen zur Verfügung. Nur durch den intensiven Einsatz der Verwaltung sowie gute Kontakte zu Lieferanten konnte der Salzbestand rechtzeitig wieder aufgefüllt werden.
Aufgrund der begrenzten Ressourcen musste der Bauhof konsequent nach Prioritäten arbeiten: Zunächst wurden die höher gelegenen Bereiche wie Rodenberg geräumt und gestreut, anschließend wichtige innerörtliche Verkehrsverbindungen sowie besonders steile Straßen.
Flach gelegene Anliegerstraßen konnten teilweise nur eingeschränkt oder zeitverzögert berücksichtigt werden, um das vorhandene Streusalz sparsam und verantwortungsvoll einzusetzen.
Trotz dieser außergewöhnlichen Rahmenbedingungen hat der kommunale Bauhof mit großem persönlichen Einsatz für sichere Straßen, Wege und Plätze gesorgt.
„Der Einsatz unseres Bauhofs verdient höchste Anerkennung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten unter schwierigen Bedingungen hervorragende Arbeit und tragen maßgeblich zur Verkehrssicherheit in unserer Stadt bei“, betont Bürgermeister Martin Müller.
Die Stadt bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, sich auf die winterlichen Straßenverhältnisse einzustellen, besonders vorsichtig zu fahren und Verständnis für mögliche Verzögerungen zu zeigen.
Ebenso ist es wichtig, dass Anliegerinnen und Anlieger ihrer Räum- und Streupflicht auf Gehwegen nachkommen. Ein funktionierender Winterdienst gelingt nur, wenn Stadt, Bauhof sowie Bürgerinnen und Bürger gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Das Ordnungsamt hat die Einhaltung der Räum- und Streupflichten überprüft und festgestellt, dass die weit überwiegende Mehrheit der Anlieger ihrer Verpflichtung vorbildlich nachkommt und die Gehwege freihält.
Dafür spricht die Stadt Vacha allen Anliegern einen herzlichen Dank aus! In wenigen Einzelfällen mit groben Verstößen mussten jedoch Bußgeldverfahren eingeleitet werden.
Bürgermeister Martin Müller fasst zusammen: „Ein so ausgeprägter Winter war früher selbstverständlich, heute ist er eher selten. Auch wenn Schnee und Eis mit Einschränkungen verbunden sind, haben wir die Situation insgesamt gut im Griff.
Wenn Bürgerinnen und Bürger, Bauhof und Stadtverwaltung gemeinsam anpacken, funktioniert auch der Winterdienst – und wir können uns alle ein Stück weit am Winter erfreuen.“



