Gastbeitrag von Anja Nimmich
Zahlreiche Unternehmer aus dem Geisaer Land nahmen wieder am traditionellen Unternehmerstammtisch der Kommunen des Geisaer Landes teil.
Gastgeber war diesmal die Firma PFARR Stanztechnik GmbH in Buttlar, die den Teilnehmenden einen Einblick in ihr Unternehmen ermöglichte.
Geisas Bürgermeisterin Manuela Henkel begrüßte die Gäste im Namen aller Gemeinden und informierte über aktuelle Entwicklungen in der Region.
Dabei ging sie unter anderem auf den fortschreitenden Glasfaserausbau, den aktuellen Stand des Projektes energieLAND:Geisa sowie auf geplante Erweiterungen der Gewerbegebiete in Geisa und Buttlar ein.
„Der Unternehmerstammtisch ist eine wichtige Plattform, um im direkten Austausch über aktuelle Themen zu bleiben und um sich zu vernetzen“, betonte die Bürgermeisterin.
Im Anschluss stellte Geschäftsführerin Julia Pfarr gemeinsam mit dem Vertriebsleiter Anton Turco das Unternehmen PFARR Stanztechnik am Standort Buttlar vor. Dort ist man seit 1992 ansässig und beschäftigt heute rund 150 Mitarbeiter.
Ein weiteres Werk mit rund 200 Beschäftigten ergänzt die Unternehmensstruktur. PFARR Stanztechnik ist auf Präzisionsstanztechnik spezialisiert und entwickelt kundenspezifische Lösungen aus Metalllegierungen, insbesondere im Bereich von Weich- und Hartloten.
„Neben der Konstruktion und Fertigung von Stanzwerkzeugen gehören auch Werkzeugbau und individuelle technische Lösungen zu den Kernkompetenzen unseres Unternehmens“, erläuterte Anton Turco.
Die Produkte des Buttlarer Unternehmens finden in zahlreichen Hightech-Branchen Anwendung, darunter Leistungselektronik, Luft- und Raumfahrt, Automotive, Sensor- und Optoelektronik, Mikroelektronik, Medizintechnik sowie Energiegewinnung. So werden Bauteile des Unternehmens unter anderem in Herzschrittmachern ebenso eingesetzt wie in Windkraftanlagen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Abends war die Kommunale Wärmeplanung für die Stadt Geisa und die Gemeinden Buttlar, Schleid und Gerstengrund.
Lea Ostermann, Koordinatorin für die kommunale Wärmeplanung bei der Stadtverwaltung Geisa, gab dazu einen kurzen Überblick und übergab anschließend das Wort an die Vertreter der mit der Wärmeplanung beauftragten WerraEnergieDienste GmbH.
Deren Vertreter, Kay Grusa und Florian Kaminski, informierten über den aktuellen Stand der kommunalen Wärmeplanung. Dazu hatte das Unternehmen im Geisaer Land bereits verschiedene Datenerhebungen zu Gebäudestrukturen, Verbräuchen und Wärmebedarfsdichten gemacht.
Im weiteren Verlauf sollen Potenzialanalysen erstellt, Zielszenarien entwickelt und mögliche Wärmeversorgungsgebiete für Versorgungslösungen definiert werden.
„Die kommunale Wärmeplanung ist ein Planungsinstrument, rechtlich nicht verbindlich, soll jedoch eine wichtige Grundlage für zukünftige Entscheidungen und eine Informationsquelle für Bürger sein“, so Lea Ostermann.
Hintergrund ist die gesetzlich vorgesehene schrittweise Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien oder unvermeidbare Abwärme bis zum Jahr 2045. Auch die Beteiligung von Bürgern und Unternehmen ist vorgesehen.
In diesem Zusammenhang motivierten Kay Grusa und Florian Kaminski die Unternehmen, bekannte industrielle Abwärmequellen zu melden und sich an einer entsprechenden Befragung zu beteiligen. Landtagsabgeordneter Martin Henkel (CDU) ging in seinem Grußwort auf aktuelle Entwicklungen auf Landesebene ein.
„Gerade angesichts stark steigender und teils sehr volatiler Energiepreise ist es wichtig, dass Politik und Wirtschaft gemeinsam nach Lösungen suchen. Gleichzeitig muss es unser Ziel sein, die Unternehmen durch den Abbau von Bürokratie stärker zu entlasten“, betonte Henkel.
Den Abschluss des Abends bildete ein Rundgang durch die Produktionsbereiche der Firma Pfarr Stanztechnik. Beim anschließenden Imbiss bot sich die Gelegenheit zum Netzwerken und zur Diskussion aktueller wirtschaftlicher Themen im Geisaer Land.




