Bischof Gerber verleiht „Missio canonica“ – Religionslehrerinnen beim Studientag in Fulda

Mitteilung des Bistums Fulda

In einem feierlichen Gottesdienst in der Kapelle des Bonifatiushauses hat der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber 28 Religionslehrerinnen und Religionslehrern aus dem ganzen Bistum Fulda die „Missio canonica“ verliehen.

In seiner Predigt ermutigte der Bischof die Lehrerinnen und Lehrer „Salz der Erde und Licht der Welt“ zu sein und im Umgang mit den Herausforderungen der Gegenwart selbstbewusst, verantwortlich und empathisch die christliche Botschaft ins Spiel zu bringen.

Im Mittelpunkt stand eine Auseinandersetzung mit der Frage, was Religionsunterricht in der heutigen Zeit bedeutet beziehungsweise wie religiöse Bildung gelingen kann. Eine Selbstreflexion sollte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dafür sensibel machen, was sie persönlich mit der „Missio canonica“ verbinden.

Im direkten Austausch mit Bischof Gerber konnten die Lehrerinnen und Lehrer unterschiedliche Themenfelder diskutieren, etwa die Zukunft des Religionsunterrichts, die Verbindung zwischen Pastoral und Schule oder den großen Wert von Katholischen Schulen, aus denen auch viele Religionslehrkräfte erwachsen.

Auf die Bedeutung des Religionsunterrichts heute angesprochen, betonte Bischof Dr. Gerber, dass es darum gehe, jungen Menschen den Glauben als Ressource erfahrbar zu machen.

Glaube biete eine Perspektive auf das Leben, helfe zu klären, was die eigene Mission sei und wie man mit persönlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen konstruktiv umgehen könne – gerade angesichts von vielfältigen Verlusterfahrungen heute.

Außerdem betonte er die bleibende persönliche und gesellschaftliche Bedeutung des Religionsunterrichts für einen kritischen, reflektierten Standpunkt der Schülerinnen und Schüler im Umgang mit religiösen Fragen.

Organisiert hatte den Studientag zur Verleihung der „Missio canonica“ das Dezernat Religionsunterricht unter der Leitung von Jan Kremer.

Hintergrund „Missio canonica“

Die „Missio canonica“ (kanonische Sendung) ist Voraussetzung für die Erteilung des katholischen Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen und Schulen in freier Trägerschaft im Bistum Fulda.

Sie wird im Rahmen eines Studientages verliehen und dokumentiert die kirchliche Sendung des Bischofs nach erfolgreichem Studium und Referendariat.