Beitrag von Martin Veltum
Mit einem neuen, durchdachten Konzept präsentierte sich die Rhön-Ulstertal-Regelschule in Geisa beim diesjährigen Tag der offenen Tür als moderner Lern- und Lebensort.
Unter dem Motto einer offenen „Erlebnis-Tour“ konnten die Grundschülerinnen und Grundschüler aus Geismar, Geisa und Buttlar gemeinsam mit ihren Eltern die Schule eigenständig erkunden.
Der Startpunkt befand sich im unteren Eingangsbereich – getrennt nach Einzugsgebieten, sodass die Gäste von Beginn an eine gute Orientierung erhielten.
Freundlich und souverän begrüßten Schülerinnen der Klassen 7 und 10 die jungen Besucherinnen und Besucher sowie deren Familien. Sie vertraten ihre Schule engagiert, kompetent und mit sichtbarem Stolz – ein starkes Zeichen der Identifikation mit ihrem Lernort.
Laufzettel, Stempel und 3D-Überraschung
Jedes Kind erhielt zu Beginn einen „Laufzettel“, auf dem alle zehn Stationen, Räume und Lehrkräfte vermerkt waren.
Sobald alle Felder mit den Stempeln der Stationen gefüllt waren, wartete im Mehrzweckgebäude eine kleine Überraschung aus dem 3D-Drucker – als Erinnerung an einen erlebnisreichen Nachmittag.
Besonders bei den naturwissenschaftlichen Fächern galt es, feste Vorführzeiten zu beachten: In Chemie und Physik fanden Präsentationen im 20-Minuten-Rhythmus mit kurzen Pausen statt.
Naturwissenschaften zum Staunen und Mitmachen
Im Chemieraum wurden die Sicherheitseinrichtungen anschaulich vorgestellt, und die jungen Gäste durften in kleinen Teams selbst experimentieren – selbstverständlich unter fachkundiger Anleitung.
Die Physik präsentierte optische Versuchsaufbauten sowie die alltagsnahe Anwendung physikalischer Gesetze. Das Staunen war groß, als Lichtstrahlen gelenkt und visuelle Effekte sichtbar gemacht wurden.
Auch in der Mathematik zeigten Schülerinnen und Schüler selbst gestaltete Knobelspiele und regten die Besuchenden zum Mitmachen an.
Kreativität, Musik und Technik
Im Fachbereich Kunst gab es zahlreiche kreative Arbeiten zu bestaunen. Zudem konnten große und kleine Kinder selbst gestalterisch aktiv werden.
Im gut ausgestatteten Musikraum durften die kleinen Musikerinnen und Musiker an einem interaktiven „Play-Along“ teilnehmen, bei dem gemeinsames Musizieren im Mittelpunkt stand. Ergänzt wurde das Angebot durch ein digitales Musikquiz im Schulflur.
Ein besonderes Highlight war der 3D-Druck-Stand. Live wurde der Druck mathematischer Körper, ein DNA-Modell für den Biologieunterricht oder auch das Profil des Mount Everest gezeigt.
Auch im Fach Deutsch konnten sich die Besucherinnen und Besucher ein Bild von weiteren Innovationen machen: So wurde live ein Stop-Motion-Film zum Klassiker „Erlkönig“ gedreht und das Projekt „Blind Date mit einem Buch“ vorgestellt.
Der Werkraum lud Interessierte zu personalisierten Bastelarbeiten mit Holz ein, und auch im Biologieraum gab es vielfältiges Material zum Entdecken und Bestaunen.
Berufsorientierung und Schulsozialarbeit
Im Bereich der Berufsorientierung erhielten die Besucherinnen und Besucher Informationen über praxisnahe Berufsorientierung ab Klasse 5: Praktika, Projekttage und Kooperationen mit regionalen Unternehmen bereiten die Schülerinnen und Schüler frühzeitig auf ihren weiteren Weg vor.
Als gleichzeitige, alltägliche Unterstützung bei persönlichen, sozialen sowie schulischen Herausforderungen bot die Station der Schulsozialarbeit zudem kleine Team-Übungen zu Gefühlen und respektvollem Miteinander an.
Die Schule zählt derzeit 294 Lernende und 20 Lehrkräfte. Dieses engagierte Kollegium unter der langjährigen Leitung von Jens Jahn prägt das Profil der Bildungseinrichtung nachhaltig.
Für das leibliche Wohl sorgte das Rhön-Café im Mehrzweckgebäude mit Kaffee, Kuchen, Muffins, Kaltgetränken sowie herzhaften Snacks, das von den beiden 10. Klassen geleitet wurde.
Der Tag der offenen Tür machte deutlich, wie stark Gemeinschaft, Engagement und fachliche Kompetenz an der Rhön-Ulstertal-Regelschule gelebt werden. Schulleiter Jens Jahn fasste den Nachmittag treffend zusammen: „Unsere Schülerinnen und Schüler haben heute eindrucksvoll gezeigt, was unsere Schule ausmacht: Zusammenhalt, Verantwortungsbewusstsein und Freude am Lernen.
Mein besonderer Dank gilt dem gesamten Kollegium, das mit großem Einsatz und hoher Professionalität diesen Tag gestaltet hat. Schule ist für uns nicht nur ein Lernort – sie ist ein Lebensort, den wir gemeinsam mit Herz und Verstand gestalten.“































