Beitrag von Martin Veltum
Eine geplante Milliardeninvestition nördlich von Stockhausen bei Eisenach sorgt für Diskussionen und zugleich für neue wirtschaftliche Perspektiven in der Region. Auf einer rund 86 Hektar großen Fläche soll ein Technologiegebiet mit Rechenzentrum entstehen.
Oberbürgermeister der Stadt Eisenach Christoph Ihling (CDU) informierte kürzlich über das Vorhaben auf der Wirtschaftsbeiratssitzung in Geisa.
Mit dem Projekt reagiert die Stadt auf den Strukturwandel in der Automobilindustrie und setzt auf Zukunftsfelder wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Datensicherheit. Deutschlandweit besteht wachsender Bedarf an leistungsfähigen und unabhängigen Dateninfrastrukturen.
Geplant ist ein „Blue Future“-Technologiegebiet mit Rechenzentrum sowie begleitenden Ausgleichsmaßnahmen wie Grünflächen und Infrastruktur. Ein privater Entwickler will rund eine Milliarde Euro investieren, bis zu 150 Arbeitsplätze könnten entstehen.
Auch der IHK-Wirtschaftsbeirat Wartburgkreis betonte die Bedeutung von Transformation, Wettbewerbsfähigkeit und verlässlichen Rahmenbedingungen.
Regionale Akteure aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung sehen in dem Vorhaben eine Chance, den Wartburgkreis und die Rhön zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
Die Entscheidung über das Projekt trifft der Eisenacher Stadtrat, eine Beschlussfassung wird im ersten Halbjahr 2026 angestrebt.


